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| ZIELSETZUNG DER ATLANTIK-BRÜCKE E.V. |
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Die Atlantik-Brücke e.V. (gegründet 1952) ist einer der in Deutschland seltenen Versuche, von privater Seite in den politischen Raum hineinzuwirken, sympathiebildend, kontaktvermittelnd, katalysatorisch
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

v.l.n.r.: Dr. Walther Leisler Kiep, Ehrenvorsitzender
der Atlantik-Brücke, Dr. Beate Lindemann,
Stellvertretende Geschäftsführende Vorsitzende
der Atlantik-Brücke, General James L. Jones,
Supreme Allied Commander Europe, Dr. Thomas
Enders, Vorsitzender der Atlantik-Brücke
Die Atlantik-Brücke wurde 1952 von prominenten Hamburger Persönlichkeiten unter ihnen Eric M. Warburg und Erik Blumenfeld mit dem Ziel gegründet, eine Brücke zwischen dem Nachkriegsdeutschland und der Siegermacht USA zu schlagen. Damit sollte ein Beitrag zur Normalisierung und Festigung der Beziehungen zwischen den beiden Staaten geleistet werden.
Im Mittelpunkt der Aktivitäten der Atlantik-Brücke steht das Bemühen um ein besseres gegenseitiges Verständnis. Regelmäßige Konferenzen, Kolloquien, Seminare, Vortragsveranstaltungen und Begegnungen im kleinen Kreis sollen dieses Verständnis ebenso fördern wie zahlreiche Veröffentlichungen und eine Reihe von Austauschprogrammen. Persönlichkeiten, die sich um die Verbesserung der Beziehungen über den Atlantik hinweg besonders verdient gemacht haben, werden von der Atlantik-Brücke durch die Verleihung des Eric-M.-Warburg-Preises geehrt. Zu den Preisträgern gehören Henry A. Kissinger, Helmut Kohl, Paul H. Nitze, Manfred Wörner, General a.D. Klaus Naumann und Otto Graf Lambsdorff. Aus Anlass des 50. Jahrestages der Berliner Luftbrücke erhielten Veteranen der Alliierten Luftstreitkräfte, stellvertretend für alle Soldaten, die ihr Leben für die Freiheit Berlins eingesetzt haben, die Auszeichnung in Anwesenheit des damaligen Bundespräsidenten Roman Herzog. Anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Atlantik-Brücke wurde der Preis am 17. April 2002 an den früheren amerikanischen Präsidenten George H.W. Bush für seine Verdienste um die deutsche Vereinigung verliehen, die Laudatio hielt der deutsche Außenminister Joschka Fischer.

Verleihung des VIII. Eric-M.-Warburg-Preises
an George H. W. Bush durch Dr. Arend Oetker,
Vorsitzender der Atlantik-Brücke 2000-2005
Alle gesellschaftlichen Gruppen auf beiden Seiten des Atlantiks werden bei den Bemühungen der Atlantik-Brücke um ein besseres gegenseitiges Verständnis berücksichtigt. Die Schwerpunkte liegen bei Schülern (so fördert die Atlantik-Brücke vor allem den Schüleraustausch in den neuen Bundesländern), bei zukünftigen Führungskräften (die sich in einer jährlichen Young Leaders-Konferenz treffen), bei Medienvertretern (amerikanischen Journalisten wird zweimal jährlich ein mehrwöchiger Studienaufenthalt in Deutschland ermöglicht), bei amerikanischen Offizieren, die in Deutschland tätig sind, bei amerikanischen Sozialkundelehrern und Hochschullehrern, die über den Holocaust unterrichten (und die an zweiwöchigen Deutschland-Seminaren teilnehmen), und schließlich bei Spitzenvertretern der Wirtschaft, Politik und Wissenschaft, die regelmäßig in kleinen Arbeitsgruppen und jährlichen deutsch-amerikanischen Konferenzen den Meinungsaustausch pflegen. Besondere Aufmerksamkeit gilt im Übrigen dem Kontakt mit jüdischen Organisationen in den Vereinigten Staaten.
Im Jahr 1997 hat die Atlantik-Brücke das Projekt Investitions-Brücke ins Leben gerufen: Diese jährlichen Besuche von Abgeordneten des Deutschen Bundestages bei Niederlassungen deutscher Unternehmen in Nordamerika stellen die Bedeutung deutscher Investitionen für die dortigen wirtschaftlichen Entwicklungen in den Mittelpunkt. Die Bundestagsdelegationen treffen mit Senatoren und Mitgliedern des U.S.-Repräsentatenhauses aus verschiedenen Bundesstaaten zusammen und diskutieren gemeinsam mit den Vorsitzenden der deutschen Unternehmen vor Ort über Chancen und Herausforderungen der Wirtschaftsstandorte. Die Kontakte zu den Firmen, vor allem aber auch zu amerikanischen und kanadischen Politikern, fördern das gegenseitige Verständnis und schaffen Vertrauen. Sie beleben die lange vernachlässigten Beziehungen zwischen Spitzenvertretern aus Politik und Wirtschaft auf Landes- und bundesstaatlicher Ebene.
Die Aktivitäten der Atlantik-Brücke beschränken sich also nicht allein auf die deutsch-amerikanischen Beziehungen. Seit 1986 finden jährliche Konferenzen mit hochrangigen Vertretern aus Kanada statt, und seit 2001 wird jährlich eine Europäische Young Leaders-Konferenz durchgeführt. Im Jahr 2002, anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der Atlantik-Brücke, fand das erste Young Leaders-Alumni Treffen mit Teilnehmern aus den Vereinigten Staaten, Deutschland und weiteren europäischen Ländern statt. Seitdem wird es alle zwei Jahre veranstaltet.
Die über 500 Mitglieder der Atlantik-Brücke (die als eingetragener Verein organisiert ist) kommen vorwiegend aus der Wirtschaft, der Politik, der Wissenschaft und den Medien. Die Mitgliedschaft erfolgt allein durch Einladung. Die vielfältigen Aktivitäten der Atlantik-Brücke werden durch Mitgliedsbeiträge, Spenden und Zuwendungen von Stiftungen finanziert. |
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