PROGRAMME FÜR AMERIKANISCHE SOZIALKUNDELEHRER, JOURNALISTEN, OFFIZIERE UND HOCHSCHULLEHRER
1) Studienreisen für amerikanische Sozialkundelehrer
Die Seminare für amerikanische Sozialkundelehrer wurden vor mehr als 20 Jahren von der Atlantik-Brücke, in Zusammenarbeit mit den Armonk Institute (New York), begonnen. Bei den Teilnehmern handelt es sich um erzieherische Multiplikatoren, die u.a. über den Holocaust unterrichten, oft in völliger Unkenntnis über das heutige Deutschland. Dem soll das Lehrerprogramm abhelfen, das in Abstimmung mit den „Departments of Education“ der einzelnen amerikanischen Bundesstaaten durchgeführt wird. An den jährlich bis zu max. sechs zweiwöchigen Studienreisen nahmen bisher „High School Teachers“ aus Ohio, Virginia, Illinois, Florida, Georgia, New Jersey, New York, Kalifornien, North Dakota, Kentucky, Tennessee und Wisconsin sowie von der National Association of Independent Schools (NAIS) teil. Seit der Auflösung des Armonk Institute im Jahre 2001 führt die Atlantik-Brücke das Sozialkundelehrerprogramm ohne amerikanische Partnerinstitution fort.

Jeder Studienreise ist ein Vorbereitungsseminar vorgeschaltet; nach Abschluss der Reise folgen Nachbereitungsgespräche.

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Sozialkundelehrer aus Kentucky


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Dr. Beate Lindemann und Dr. h.c. Walther Leisler Kiep mit Sozialkundelehrern aus Kentucky


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2) Informationsreisen für amerikanische Journalisten
Auch das 1983 ins Leben gerufene U.S. Journalistenprogramm soll repräsentativen Multiplikatoren aus der amerikanischen Medienwelt die Chance geben, sich an Ort und Stelle ein Bild von der aktuellen deutschen und europäischen Lage zu machen und darüber Gespräche mit Entscheidungsträgern des öffentlichen Lebens zu führen. Zwei Journalistengruppen kommen pro Jahr mit zehn bis zwölf Teilnehmern auf Einladung der Atlantik-Brücke nach Deutschland.

Ein Alumni-Programm sorgt zudem dafür, dass die neu geknüpften Kontakte nicht verloren gehen. Alle zwei Jahre werden die ehemaligen Teilnehmer zu einer „Alumni-Reise“ nach Europa eingeladen, die sie in europäische Metropolen besuchen führt – 2002 Berlin und Warschau, 2005 Berlin, Ankara und Istanbul. Diese Alumni-Reisen wurden in Zusammenarbeit mit der Robert Bosch Stiftung, der Fulbright-Kommission, der Rias Berlin Kommission, der Körber-Stiftung und dem German Marshall Fund durchgeführt.


3) Seminarprogramm für amerikanische Offiziere
Seit den sechziger Jahren arbeitet die Atlantik-Brücke mit den amerikanischen Streitkräften in Deutschland zusammen. Gemeinsam mit dem Haus Rissen, Institut für Politik und Wirtschaft, in Hamburg, werden amerikanische Offiziere zu Beginn ihrer Stationierung in Deutschland eine Woche lang mit den Verhältnissen in unserem Land vertraut gemacht. Pro Jahr finden bis zu acht Seminare statt. Mehr als 10.000 amerikanische Offiziere erhielten auf diese Weise bleibende Eindrücke von Deutschland. Fast alle amerikanischen Oberbefehlshaber in Europa nahmen als junge Offiziere an den Seminaren teil.

4) Studienreisen für amerikanische Hochschullehrer
Gemeinsam mit dem Claus M. Halle Institute for Global Learning (Atlanta, Georgia) lädt die Atlantik-Brücke alle zwei Jahre Professoren der Emory University und anderer Universitäten aus dem Großraum Atlanta zu einer zweiwöchigen Studienreise nach Deutschland ein. Die Teilnehmer kommen aus so unterschiedlichen Disziplinen wie Geschichte, Anthropologie, Jura, Musikwissenschaften, Public Health, Umweltwissenschaften, Women‘s Studies, Stadtplanung und Krankenpflege und haben vor allem eines gemeinsam: Sie haben niemals zuvor über Deutschland oder Deutschland-bezogene Themen gearbeitet. Auf den Studienreisen wird den Professoren in Gesprächen mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Bildung, Kultur und den Medien das heutige Deutschland näher gebracht. Sie bekommen einen umfassenden Einblick in die Traditionen und Geschichte Deutschlands und werden über die aktuellen politischen und wirtschaftlichen Entwicklungen informiert. Mit der Weitergabe ihres neu gewonnen Wissens an ihre Schüler und Kollegen leisten sie einen Beitrag zur weiteren Internationalisierung ihrer Universitäten.
Programme für amerikanische Sozialkundelehrer, Journalisten, Offiziere und Hochschullehrer