
Foto: Jan Zappner / Raum 11
Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maizière
Als Ausblick auf die Münchner Sicherheitskonferenz, die vom 3. bis 5. Februar 2012 stattfindet, sprach der Bundesminister der Verteidigung Dr. Thomas de Maizière am 1. Februar 2012 in Berlin vor rund 200 Mitgliedern und Gästen der Atlantik-Brücke über die transatlantische Sicherheits- und Verteidigungspolitik. Sein Vortrag und die anschließende Diskussion mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft, Universitäten der Bundeswehr und Medien standen unter der Überschrift „Sicherheit und Verteidigung. Eckpfeiler und Ergebnis intakter transatlantischer Beziehungen“.
Die Auswirkungen des „pazifischen Zeitalters“ der USA auf Europa und die transatlantischen Beziehungen war ein Schwerpunkt des Vortrags. De Maiziére betonte, dass der „gemeinsame Geist des Gewissens und Führens“ die Stärke der transatlantischen Partner sei. Obwohl der Pazifik viel Aufmerksamkeit auf sich ziehe, werde Europa auch künftig gebraucht, um auf globale Brennpunkte zu achten und auf Konflikte zu reagieren. Gleichzeitig betonte der Minister jedoch, dass Europa den USA und der restlichen Staatengemeinschaft gute Gründe für eine weitere Partnerschaft geben müsse.
Ein weiterer Fokus des Ministers war die Rolle Deutschlands in der globalen und transatlantischen Sicherheitspolitik. Deutschland bleibe der stärkste und attraktivste Partner in Europa, so de Maiziére. Es stelle sich aber die Frage, wie und wo Deutschland führen solle. Deutschland zeichne sich vor allem durch seine finanzielle und seine wirtschaftliche Stärke aus und müsse entscheiden, wie es diese Stärken in die Sicherheitspolitik einbringen könne.
Weitere Themen, die in der Diskussion angesprochen wurden, waren die Entwicklung einer gemeinsamen europäischen Sicherheitspolitik und das Thema Cyber Security mit seinen möglichen Auswirkungen auf die transatlantische Sicherheitspartnerschaft.
Es begrüßten Botschafter Wolfgang Ischinger, Vorsitzender der Münchner Sicherheitskonferenz und Global Head of Government Relations bei Allianz SE, und Friedrich Merz, Vorsitzender der Atlantik-Brücke. Moderiert wurde die Diskussion von Prof. Dr. Burkhard Schwenker, stellvertretender Vorsitzender der Atlantik-Brücke.