Die Eurokrise war am 28. November 2011 das Thema einer Rede von Dr. Jens Weidmann, Präsident der Deutschen Bundesbank. In Frankfurt am Main sprach er vor Mitgliedern und Young Leaders der Atlantik-Brücke darüber, welche Maßnahmen zur Krisenbekämpfung sinnvoll sind und welche er als schädlich einstuft. So warnte Weidmann vor der Einführung von Eurobonds, die zu einer Vergemeinschaftung des Zinsrisikos in den Staaten der Währungsunion führen würden, ohne dass eine gemeinsame Haushaltspolitik vorhanden sei. Auf lange Sicht würde dies die Stabilität des Euro gefährden. Grundsätzlich sieht Weidmann in der aktuellen Krise vor allem eine Vertrauenskrise, die einzig von der Politik zu lösen sei.
Die rund 80 Gäste, viele von ihnen aus der Wirtschafts- und Finanzwelt, stiegen nach dem Vortrag in eine angeregte Debatte ein, die auch bei dem anschließenden Empfang in den Räumen der Deutschen Bundesbank noch weitergeführt wurde.