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Die Zukunft der transatlantischen Wirtschafts- und Handelsbeziehungen war das Thema eines Frühstücksgesprächs der Atlantik-Brücke mit Peter S. Rashish, Vice President, Europe and Eurasia der U.S. Chamber of Commerce am 15. Februar 2012 in Berlin. 40 Gäste aus Think Tanks, internationalen Unternehmen, den Medien, der Wissenschaft und der Politik stiegen in eine lebhafte Debatte mit dem Referenten ein.

Peter Rashish sprach sich für ein transatlantisches Handelsabkommen aus. Er betonte nachdrücklich, dass eine Partnerschaft mit Europa für die USA im Kampf für eine stärkere Wirtschaft und einen Aufschwung auf dem Arbeitsmarkt wichtig sei. Die USA könnten zwar auch selbst viel tun um auf diesem Gebiet etwas zu erreichen, z.B. die Produktion von Energieressourcen ankurbeln, die USA attraktiver für Investitionen machen, den Finanzhaushalt in Ordnung bringen und Innovation fördern. Aber eine Handelspolitik, die Europa als Partner für Wachstum sieht, wäre ehrgeiziger und letztendlich erfolgreicher. Jedoch müsse ein gemeinsames Handelsabkommen unbedingt mit Kreativität und Flexibilität konzipiert werden, sonst sei es zum Scheitern verurteilt. Mit einem erfolgreichen Abkommen könnten die USA und Europa gemeinsam weltweite Maßstäbe setzen.

Rashish war sich mit den Teilnehmern einig, dass Regulierungsfragen in der Handelspolitik oft vernachlässigt werden. Er sprach sich dafür aus, Erfolgskriterien bei gesetzlichen Richtlinien für Waren zu definieren, Kundenerfahrungen auszuwerten und eine verbindliche Einigung, in Abkommensverhandlungen auf Regulierungsfragen einzugehen. In Bezug auf die transatlantische Zusammenarbeit zeigte Rashish sich äußerst optimistisch. Gerade in der gegenwärtigen ökonomischen und politischen Situation sei dies gerechtfertigt.

Andere Fragen, die die Runde debattierte, waren internationale Bilanzrichtlinien, Präsident Obamas Ziel, wieder mehr Arbeitsplätze in den USA zu schaffen, der mögliche Einfluss eines transatlantischen Handelsabkommens auf die Beziehungen mit China und die Rolle der Doha Runde in zukünftiger Handelspolitik.

Die Veranstaltung wurde in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis USA des BDI durchgeführt und wurde von Bernhard Welschke, Abteilungsleiter Nord- und Lateinamerika, Sicherheit und Global Governance des BDI, moderiert.