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	<title>Detroit Archive - Atlantik-Brücke e.V.</title>
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	<item>
		<title>„Pragmatismus, Respekt und Gestaltungswille“</title>
		<link>https://www.atlantik-bruecke.org/pragmatismus-respekt-und-gestaltungswille/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Pia Kauer]]></dc:creator>
		<pubDate>Tue, 07 Oct 2025 12:30:16 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[New Bridge Program]]></category>
		<category><![CDATA[Subsub-Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Detroit]]></category>
		<category><![CDATA[Strukturwandel]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Şirin Tiryaki und Mateo Blazevic teilen ihre Eindrücke und neuen Erkenntnisse von der diesjährigen New Bridge to the US Reise.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/pragmatismus-respekt-und-gestaltungswille/">„Pragmatismus, Respekt und Gestaltungswille“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em><span class="s4">Im September 2025 nahm die dritte deutsche Kohorte des New Bridge Program an einem intensiven Austausch in den USA teil. Zehn junge Fach- und Führungskräfte aus unterschiedlichen Bereichen – darunter Technologie, Medizin, Militär, politische Beratung, Regulatorik und Recht – kamen zusammen, um den transatlantischen Dialog aus neuen Perspektiven zu beleuchten. Im Folgenden teilen die Fellows Şirin Tiryaki und Mateo Blazevic ihre Eindrücke und neuen Erkenntnisse.</span></em></p>
<p style="font-weight: 400;">Der Auftakt des Programms fand in Berlin statt, wo wir uns zunächst kennenlernten und in Gesprächen mit Vertreter:innen aus Politik, Wissenschaft und Verwaltung einen inhaltlichen Einstieg erhielten. Besonders prägend war der Vortrag von Prof. Sebastian Jobs vom John F. Kennedy-Institut der Freien Universität Berlin, der historische Linien der US-Politik und Gesellschaft – vom <em data-start="968" data-end="993">American Exceptionalism</em> bis zur Bedeutung von Migration für Wirtschaft und nationale Identität – anschaulich nachzeichnete.</p>
<p style="font-weight: 400;">[related]In Washington D.C. trafen wir auf Akteur:innen aus Politik, Medien und Zivilgesellschaft. Die Gespräche bei Institutionen wie Future Caucus, NBC News oder im Außenministerium vermittelten ein facettenreiches Bild der amerikanischen Perspektiven auf Sicherheit, Demokratie und gesellschaftlichen Wandel.</p>
<p style="font-weight: 400;">Der dritte Teil unserer Reise führte uns nach Detroit, wo unmittelbar sichtbar wurde, wie sich Strukturwandel und soziale Transformation vor Ort gestalten. Gespräche mit Vertreter:innen von Ford, Gewerkschaften, Initiativen und der Stadtverwaltung machten deutlich, dass wirtschaftliche Erneuerung und gesellschaftlicher Zusammenhalt eng miteinander verknüpft sind. Detroit stand damit sinnbildlich für die Frage, wie Gesellschaften Veränderung aktiv gestalten können.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Transatlantische Zusammenarbeit im Wandel</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Die Gespräche in Washington D.C. bestätigten, dass die transatlantische Partnerschaft für die Vereinigten Staaten weiterhin einen hohen Stellenwert hat. Europa gilt dabei als zentraler Stabilitätsfaktor, von Deutschland wird erwartet, sicherheitspolitisch mehr Verantwortung zu übernehmen – insbesondere in der Cybersicherheit, Verteidigungsinnovation und Energieunabhängigkeit. Diese Haltung verdeutlicht, dass es weniger um Rückzug geht, sondern um eine partnerschaftliche Neuausrichtung auf Augenhöhe.</p>
<p style="font-weight: 400;">Auch in der deutschen Botschaft in Washington D.C. bestätigte sich dieser Eindruck – insbesondere, dass die vermeintliche Isolation der USA häufig eine mediale Wahrnehmung ist. Vor Ort wurde spürbar, dass die Vereinigten Staaten weiterhin großen Wert auf multilaterale Kooperation legen, insbesondere bei Themen wie Klimaschutz, Technologiepolitik und globaler Sicherheit. Die amerikanische Außenpolitik achtet heute stärker auf Eigeninteressen, versteht internationale Zusammenarbeit aber weiterhin als zentrales Instrument zur Bewältigung globaler Herausforderungen.</p>
<blockquote><p>&#8220;Deutschland wird als Brückenbauer gesehen&#8221;</p></blockquote>
<p style="font-weight: 400;">Im US-Außenministerium konkretisierte Paul Stucky, German Desk Officer, diese Perspektive. Die USA erwarten, dass Deutschland innerhalb Europas eine stärkere gestaltende Rolle übernimmt, insbesondere beim Aufbau gemeinsamer Sicherheitsarchitekturen, in der Unterstützung der Ukraine und bei der Abwehr autoritärer Einflussnahme aus China und Russland. Deutschland wird dabei als Brückenbauer gesehen, dessen diplomatische Glaubwürdigkeit und Vermittlungsfähigkeit entscheidend sind. Die Gespräche zeigten, dass sich die transatlantische Zusammenarbeit neu definiert. Sie entwickelt sich von einer einseitigen Sicherheitsgarantie hin zu geteilter Verantwortung, die auf gemeinsamen Werten und gegenseitiger Verlässlichkeit beruht.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Detroit als Spiegel des Strukturwandels</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Detroit zeigte, dass wirtschaftlicher Wandel stets auch ein gesellschaftlicher Prozess ist. In Gesprächen mit Initiativen wie dem Design Build Green Hub und Aktivistinnen wie Martina Guzmán Miranda wurde sichtbar, wie eng Themen wie Stadtentwicklung, soziale Ungleichheit und Vertrauen miteinander verknüpft sind. Anders als in Deutschland, wo Strukturförderung häufig staatlich organisiert wird, setzen viele Städte in den USA auf lokale Eigeninitiative, philanthropisches Engagement und Kooperation mit Unternehmen.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die Besuche des Ford Rouge Electric Vehicle Centers sowie der United Auto Workers Local 600 machten den tiefgreifenden industriellen Wandel greifbar. Elektromobilität wird hier nicht nur als technologische, sondern auch als soziale Transformation verstanden. Gewerkschaften, Unternehmen und Stadtgesellschaft suchen gemeinsam nach Wegen, Innovation mit sozialer Stabilität zu verbinden. Dieser Ansatz kann auch für europäische Regionen im Strukturwandel inspirierend sein.</p>
<blockquote><p>&#8220;Gesellschaftlicher Fortschritt gelingt nur, wenn politische Teilhabe und ökonomische Entwicklung zusammengedacht werden.&#8221;</p></blockquote>
<p style="font-weight: 400;">Besonders eindrücklich war das Gespräch mit Abdullah Hammoud, dem ersten arabischstämmigen Bürgermeister der USA. In Dearborn wurde erlebbar, wie Vielfalt, Integration und kommunale Stärke ineinandergreifen können. Die Stadt steht exemplarisch für gelebte Repräsentation, bürgerschaftliches Engagement und wirtschaftliche Resilienz. Diese Begegnungen zeigten, dass gesellschaftlicher Fortschritt nur gelingt, wenn politische Teilhabe und ökonomische Entwicklung zusammengedacht werden.</p>
<p style="font-weight: 400;"><strong>Fazit: Neue Antworten auf alte Fragen</strong></p>
<p style="font-weight: 400;">Unsere Reise machte deutlich, dass die transatlantische Partnerschaft vor einer Phase der Erneuerung steht. In Washington wurde spürbar, dass die USA von Europa keine Distanz, sondern Initiative erwarten. In Detroit zeigte sich, dass Wandel nur gelingt, wenn Gemeinschaft, Innovation und Inklusion zusammenwirken. Die vermeintlichen Gegensätze zwischen wirtschaftlicher Transformation und sozialer Gerechtigkeit oder zwischen nationalem Interesse und internationaler Verantwortung lassen sich nicht vollständig auflösen, aber sie können konstruktiv neu verhandelt werden.</p>
<p style="font-weight: 400;">Die vor Ort gewonnenen Einsichten waren nicht immer eindeutig, öffneten aber stets den Blick für ein Verhältnis, das von Pragmatismus, gegenseitigem Respekt und einem gemeinsamen Gestaltungswillen geprägt ist. Genau das ist die Brücke, die das New Bridge Programm baut und die wir künftig weiter festigen möchten.</p>
<p style="font-weight: 400;">Wir danken der Atlantik-Brücke, insbesondere Laura Vogel und Muhammed Ali Sen, für die hervorragende Organisation des Programmes, der Joachim Herz Stiftung für Ihre Unterstützung sowie all jenen, die uns in Berlin, Washington D.C. und Detroit so herzlich willkommen geheißen und begleitet haben. Wir freuen uns darauf, nun Teil dieses wertvollen Netzwerks zu sein und den transatlantischen Dialog aktiv weiter zu gestalten.</p>
<p>Mehr Einblicke der Fellows Johannes Aclassato, Fatima Hussain und Oleksii Kysliak finden Sie hier im folgendem Video:</p>
<p><iframe title="&quot;I believe in the importance of building bridges and focusing on what unites us&quot;" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/j-kXNz2OUNE?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p style="text-align: center;"><em>New Bridge to the U.S. wird von der Joachim Herz Stiftung unterstützt.</em></p>
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			</item>
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		<title>We have much to learn from each other</title>
		<link>https://www.atlantik-bruecke.org/we-have-much-to-learn-from-each-other/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[r.fehrenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 22 Aug 2024 15:04:38 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sub-Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Young Leaders Program]]></category>
		<category><![CDATA[Detroit]]></category>
		<category><![CDATA[Valerie Shen]]></category>
		<category><![CDATA[Young Leaders Conference]]></category>
		<category><![CDATA[Young Leaders Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Young Leaders Programm]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Valerie Shen, a Young Leader Alumna from this year's class, reflects on her motivation to join Atlantik-Brücke's Young Leaders Program and what transatlantic relations mean for her.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/we-have-much-to-learn-from-each-other/">We have much to learn from each other</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><em>By Valerie Shen</em></p>
<p><span lang="EN-US">My professional experiences have focused on combatting climate change through interdisciplinary collaboration across the public and private sectors. My work has spanned four continents and touched topics ranging from energy (dirty and clean) to transportation to the future of work. Most recently I was Partner &amp; Chief Operating Officer at G2 Venture Partners, a climate-tech venture fund in the Bay Area. Soon I’m headed to Oxford to pursue a Master of Public Policy.</span></p>
<p><span lang="EN-US">I first encountered Atlantik-Brücke when a friend offered to nominate me for the Young Leaders Program. I jumped on this opportunity as I love learning and interdisciplinary discussions. Atlantik-Brücke specifically appealed to me due to the focus on open societies and free trade, as well as individual freedom and democracy. As our world becomes increasingly siloed and people are scared to say what they truly think lest they be “cancelled,” building genuine cross-cultural connections in an environment designed to facilitate honest dialogue is the best path to ensuring truth prevails and achieving optimal outcomes. In my venture capital role, I was responsible for climate impact and ESG (Environmental Social Governance) diligence / measurement / reporting. Climate change is such a global problem and Europe has emerged as a strong leader in designing potential solutions, making this a prime topic for transatlantic collaboration. Last summer my team made our first German investment, and we are increasingly working with European investors.</span></p>
<blockquote><p><span lang="EN-US">I really appreciated digging into social and economic policy debates with other participants who vehemently disagreed with me.</span></p></blockquote>
<p><span lang="EN-US">[related]Our week together changed my perspectives in so many ways. First – Detroit really impressed me, defying stereotypes of a dying city. I grew up nearby in Wisconsin, but this was my first trip to Detroit. The revitalized downtown, the modernized factories, and most importantly the hard-working people behind these movements were inspirational. Second – I was surprised by the extent to which Germany and America are facing similar challenges, from immigration to security to energy supply to social unrest. We have much to learn from each other! Finally, I really appreciated digging into social and economic policy debates with other participants who vehemently disagreed with me. I learned so much by being pushed to defend views that were often the most conservative in the room, realizing gaps in my knowledge or logic, and truly understanding perspectives on the other side. Multiple times I was deeply impressed by the data-driven rigor behind positions I previously discounted.</span></p>
<p><span lang="EN-US">Of course, by far the most meaningful takeaways are the friendships and connections that I trust will endure for years. I look forward to watching this group continue to change the world and hope to be helpful in their journeys. I was particularly impressed by how many participants already have influential policy roles at such a young age, from serving in parliament to running think tanks – this has pushed me to think bigger as I transition from the business world to the public sector. Finally, I loved hearing everyone’s personal transatlantic stories, as I am actively considering how to build a life across multiple cultures and geographies that is impactful and exciting but still grounded in community.</span></p>
<p><em>Valerie Shen is a Young Leader Alumna from the class of 2024. Recently she was Partner &amp; Chief Operating Officer at G2 Venture Partners.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/we-have-much-to-learn-from-each-other/">We have much to learn from each other</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
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