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	<title>Anahita Thoms Archive - Atlantik-Brücke e.V.</title>
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	<title>Anahita Thoms Archive - Atlantik-Brücke e.V.</title>
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		<title>Deutschland setzt seinen innovativen Standort aufs Spiel</title>
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		<dc:creator><![CDATA[r.fehrenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 29 Jan 2024 13:26:37 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Sub-Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Amanda Edelman]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Gravierende technologische Neuerungen stoßen in der Bundesrepublik wie auch in einigen weiteren westlichen Ländern dem Edelman Trust Barometer 2024 zufolge auf eine ablehnende Haltung in der Gesellschaft.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/deutschland-setzt-seinen-innovativen-standort-aufs-spiel/">Deutschland setzt seinen innovativen Standort aufs Spiel</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>Gravierende technologische Neuerungen stoßen in der Bundesrepublik wie auch in einigen weiteren westlichen Ländern auf eine ablehnende Haltung in der Gesellschaft. Dies ergab die exklusive Vorstellung der deutschen Daten des Edelman Trust Barometers 2024 in einer gemeinsamen Veranstaltung von Edelman und der Atlantik-Brücke.</p>
<p><em>Weitere Informationen, Daten und Ergebnisse des deutschen Reports zum Edelman Trust Barometer finden Sie <a href="https://www.edelman.de/sites/g/files/aatuss401/files/2024-01/2024%20Edelman%20Trust%20Barometer_Germany%20Report_0.pdf">hier</a>.</em></p>
<div></div>
<p>Das Edelman Trust Barometer 2024 hat für Deutschland ernüchternde Ergebnisse zu Tage gefördert. „Keiner Institution wird vertraut“, sagte Christiane Schulz, CEO von Edelman Deutschland, zu Beginn ihrer Präsentation in Berlin. Unter einer Institution versteht das amerikanische Unternehmen für PR-Beratung die folgenden vier Sektoren: die Regierung, Wirtschaft, Medien und Nichtregierungsorganisationen (NGOs). Für die aktuelle Ausgabe der Studie wurden im November 2023 etwa 32.000 Menschen in 28 Ländern befragt. 50 Prozent der circa 1.150 Befragten in Deutschland gaben an, der Wirtschaft Vertrauen entgegenzubringen. Dieser Wert ist unverändert im Vergleich zu 2023. Die Bundesregierung hat dagegen im Vergleich zur Erhebung des vergangenen Jahres 5 Prozentpunkte auf jetzt 42 Prozent verloren.</p>
<div></div>
<div>[related]Auf diesem Fundament des schwachen Vertrauens in die entscheidenden Institutionen eines Landes hat die Akzeptanz von Innovationen wie zum Beispiel von Impfstoffen gegen das Corona-Virus oder auch wie der KI-Anwendung ChatGPT einen schweren Stand. Schulz verdeutlichte, dass dieser Befund für die Exportnation Deutschland problematisch ist: „Innovation bedeutet letzten Endes Wachstum. Auch Vertrauen übersetzt sich in Wachstum.“ Wie tief die Verunsicherung vieler Menschen in Bezug auf Innovationen ist, zeigt der Fakt, dass 72 Prozent der deutschen Befragten in Fragen technologischer Neuerungen ihresgleichen vertrauen, wohingegen nur 57 Prozent der Wissenschaft vertrauen. In Deutschland gebe es keine Institution, der man es zutraue, Innovationen sicher, vorteilhaft und zugänglich in die Gesellschaft zu implementieren und integrieren, betonte Schulz. Somit stehe Innovation als solche in Deutschland auf dem Spiel.</div>
<div></div>
<h3>Widerstand gegen Innovationen ist oftmals politisch geprägt</h3>
<p>Amanda Edelman, COO des Gen Z Lab und Associate Director von Edelman, lenkte den Blick der Gäste auf die globale Perspektive. „Weltweit betrachtet, fürchten sich zweimal so viele Menschen vor Innovationen wie diejenigen, die diese positiv annehmen“, sagte Edelman. Insbesondere werde es Regierungen nicht zugetraut, aufkommende Innovationen kompetent und effektiv zu regulieren. Die Mehrheit der Menschen weltweit vertrete die Ansicht, dass Innovationen schlecht gemanagt seien. 54 Prozent aller Befragten gaben an, dass die jeweilige Regierung zu viel Einfluss auf die Wissenschaft nehme. Dabei sei der Widerstand gegenüber Innovationen in westlichen Demokratien politisch konnotiert: Als eher rechts orientierter Mensch lehne man technologische Veränderungen mit deutlich höherer Wahrscheinlichkeit ab als eine linksgerichtete Person, die Neuerungen viel wahrscheinlicher annehme. Für den Fall von Deutschland beträgt diese Differenz 20 Prozentpunkte. Das politische Spektrum griff Schulz auf, indem sie in Bezug auf die derzeit in ganz Deutschland stattfindenden Demonstrationen gegen die AfD Vorstandsvorsitzende ausdrücklich lobte: „Die Menschen erwarten, dass sich CEOs in der Öffentlichkeit deutlich zu Werten wie Demokratie und Diversität bekennen und gegen Rechtspopulismus stellen. Ich habe noch nie so viele CEOs in Deutschland gesehen wie jetzt, die genau das tun.“</p>
<p>Was die Glaubwürdigkeit von Informationsquellen angeht, vertrauen 57 Prozent der deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer der eigenen Online-Recherche – mehr als sie Wissenschaftlern vertrauen. Immerhin 48 Prozent der befragten Deutschen vertrauen lokalen Medien in ihrem Umfeld. Nur 20 Prozent schenken den zahlreichen Social-Media-Plattformen ihr Vertrauen. „Menschen wollen erkennen, dass Innovationen eine bessere Zukunft mit sich bringen. Alle Institutionen sind gefordert, an konkreten Beispielen aufzuzeigen, welchen persönlichen Nutzen insbesondere Künstliche Intelligenz hat, etwa in der Diagnose und Behandlung verschiedener Krebsarten“, betonte Edelman. Auf diese Weise könnten Bürgerinnen und Bürger die Kontrolle über die Wirkung von neu entwickelten Technologien erlangen.</p>
<h3>Thoms: &#8220;Bei Künstlicher Intelligenz hätte ich mehr Enthusiasmus erwartet&#8221;</h3>
<p>In der anschließenden von Emily Schultheis, freie Journalistin und Young Leaders Alumna der Atlantik-Brücke, moderierten Panel-Diskussion gingen die Sprecherinnen und Sprecher zunächst auf die überraschendsten Ergebnisse des Trust Barometers ein. „Gerade bei Künstlicher Intelligenz hätte ich etwas mehr Enthusiasmus erwartet“, sagte Anahita Thoms, Partnerin und Head of Germany’s International Trade Practice bei Baker McKenzie und Mitglied des Vorstands der Atlantik-Brücke. Im weiteren Verlauf wurde klar, dass vor allem die Regierung gefragt ist, Vertrauen wiederherzustellen. „Politiker müssen klare Prioritäten setzen, um Orientierung zu geben. Das sehe ich in Deutschland derzeit nicht“, sagte Thomas Silberhorn, MdB (CDU/CSU), Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion für transatlantische Beziehungen und Mitglied der Atlantik-Brücke. In diesem Kontext sei der Fokus auf Bildung der Schlüssel, um die Akzeptanz für Innovationen zu erhöhen. Es brauche eine Begeisterung für Neugier.</p>
<p>Thoms betonte, wie wichtig eine verbesserte Kommunikation von offiziellen Regierungsstellen ist. „Die Politik sollte sich verständlich ausdrücken. Sie muss so die Transparenz ihres Handelns erhöhen. Außerdem sollten sich speziell in Deutschland Regierung und Opposition nicht in zu vielen Streitpunkten verkämpfen, das schreckt nur ab“, sagte sie. Silberhorn nahm diesen Beitrag selbstkritisch auf und bemängelte, dass die deutsche Politik Schwierigkeiten damit habe, wissenschaftliche Evidenz zu akzeptieren: „Im legislativen Prozess gibt es keine offene Beteiligung von Expertinnen und Wissenschaftlern. Parlamentarier holen sich häufig nur solche Expertise ein, die vorgefertigte politische Positionen bestätigen.“ Zu einer verbesserten Kommunikation gehöre auch, Best-Practice-Beispiele von Innovationen öffentlich klar in den Vordergrund zu rücken. So sei es ein riesiger Erfolg der Wissenschaft gewesen, innerhalb kürzester Zeit effektive Vakzine gegen Corona entwickelt zu haben.</p>
<h3>Mit Zuversicht gegen den Abstieg stemmen</h3>
<p><em>Ein Kommentar von Robin Fehrenbach</em></p>
<p>Die zentrale Erkenntnis des Edelman Trust Barometers 2024 spiegelt eine brandgefährliche Entwicklung für Deutschland wider: Wenn ein Großteil der Bevölkerung weder der Bundesregierung noch der freien Wirtschaft, den Medien und den NGOs vertraut, ist sie folglich nicht offen für Neues, vor allem nicht für technologische Erfindungen. In einem derart negativen Klima, in einer gesellschaftlichen Atmosphäre der andauernden Skepsis und Vorbehalte verschließen sich die Menschen gegenüber Innovationen. Diese mentale Abschottungshaltung kann sich ein Land wie Deutschland, das als wichtigsten Rohstoff Bildung und Wissen von klein auf fördern muss und auf kreative Köpfe in Forschung und Entwicklung im großen Stil angewiesen ist, schlicht nicht leisten.</p>
<p>Die Bundesrepublik war mal Exportweltmeister – das ist mittlerweile 20 Jahre her. Inzwischen lässt sich der mannigfaltige Abstieg Deutschlands beobachten, beispielsweise in OECD-Rankings zur internationalen Wettbewerbsfähigkeit und nicht zuletzt in der jüngsten, absolut verheerenden Pisa-Studie. Niemand sollte das hierzulande einfach so über sich ergehen lassen und hinnehmen. Vielmehr gilt es, mit Zuversicht und Optimismus gegen den Abstieg zu kämpfen und eine Aufbruchsstimmung zu erzeugen.</p>
<p>Zugegeben: Technologische Neuerungen einer zunehmend digitalisierten Welt halten mit einer Wucht und in einem Tempo Einzug in den beruflichen wie privaten Alltag, dass einem angst und bange werden kann. Dieser erste Impuls ist menschlich nachvollziehbar. Dagegen hilft nur, sich mit diesen Innovationen genauestens zu befassen, deren Hintergründe und Zusammenhänge weitgehend verstehen zu wollen – eben damit man selbst einen produktiven Beitrag für diese Gesellschaft leisten kann. Dies hat den positiven Effekt, all die Vorteile von Innovationen für sich persönlich und für das Land als Ganzes zu erleben. Auch wenn es noch so schwerfallen mag: Man muss sich nur trauen, dieses Wagnis jeden Tag aufs Neue einzugehen. Eventuell entsteht auf diese Weise sogar neues Vertrauen in die Institutionen dieses Landes. Sie hätten es – bei aller berechtigten Kritik – verdient, denn sie sind besser als ihr Ruf.</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„Biden hat sich ein starkes Team zusammengeholt“</title>
		<link>https://www.atlantik-bruecke.org/biden-hat-sich-ein-starkes-team-zusammengeholt/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[r.fehrenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 21 Jan 2021 14:55:02 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit & Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Alexander Graf Lambsdorff]]></category>
		<category><![CDATA[Anahita Thoms]]></category>
		<category><![CDATA[Inauguration]]></category>
		<category><![CDATA[Joe Biden]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Röttgen]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Fehrenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Sigmar Gabriel]]></category>
		<category><![CDATA[Wolfgang Ischinger]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Wie Vorstände der Atlantik-Brücke Joe Bidens Inauguration als 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika und Kamala Harris' Amtseinführung als erste US-Vizepräsidentin einordnen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/biden-hat-sich-ein-starkes-team-zusammengeholt/">„Biden hat sich ein starkes Team zusammengeholt“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><i>Im Folgenden präsentieren wir eine Auswahl von Einschätzungen und Bewertungen unserer Vorstandsmitglieder zur Amtseinführung Joe Bidens als 46. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika. Die Veröffentlichungen stammen aus Interviews in diversen Medien. Klicken Sie auf die jeweiligen Links, um die vollständige Fassung der Debattenbeiträge nachzulesen, anzuhören bzw. anzusehen.</i></p>
<p><strong>Sigmar Gabriel, Bundesminister und Vizekanzler a.D., Vorsitzender der Atlantik-Brücke:</strong></p>
<p>„Biden weiß, dass mit einer einzelnen Person diese schwierigen Aufgaben, die er im Land und in der Welt vor sich hat, nicht zu leisten sind. Deswegen hat er sich ein ziemlich starkes Team zusammengeholt.“</p>
<p><a href="https://www.thepioneer.de/originals/steingarts-morning-briefing/podcasts/neubeginn-in-amerika">Sigmar Gabriels Interview in Steingarts Morning Briefing samt Podcast</a></p>
<p>„Aber Achtung, Europa wird sich wundern: Wir werden dafür selber mehr leisten müssen. Die Amerikaner werden nicht bereit sein, den Europäern die Lasten, die diese Verantwortung mit sich bringt, alle abzunehmen.“</p>
<p><a href="https://www.deutschlandfunkkultur.de/sigmar-gabriel-zum-transatlantischen-verhaeltnis-europa.1008.de.html?dram:article_id=491189">Sigmar Gabriel im Gespräch mit Deutschlandfunk Kultur</a></p>
<p><strong>Norbert Röttgen, Bundesminister a.D., MdB (CDU/CSU), stellv. Vorsitzender der Atlantik-Brücke:</strong></p>
<p><span class="css-901oao css-16my406 r-poiln3 r-bcqeeo r-qvutc0">„Warum sollten sich andere um unsere Sicherheit kümmern? Die USA </span><span class="css-901oao css-16my406 r-poiln3 r-bcqeeo r-qvutc0">tun das für uns, auch noch 30 Jahre nach Ende des Kalten Krieges. Wir müssen jetzt erwachsen werden und einen faireren Anteil selbst übernehmen. Das ist doch eigentlich selbstverständlich.“</span></p>
<p><a href="https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/cdu-aussenpolitiker-norbert-roettgen-zur-vereidigung-bidens-im-stil-im-ton-kann-man-jetzt-wieder-ueber-alles-reden-100.html">Norbert Röttgens Gespräch im SWR</a></p>
<p><strong>Botschafter Wolfgang Ischinger, Vorsitzender, Stiftung, Münchner Sicherheitskonferenz, Mitglied des Vorstands der Atlantik-Brücke:</strong></p>
<p><span class="css-901oao css-16my406 r-poiln3 r-bcqeeo r-qvutc0">„</span>Joe Biden ist ein sympathischer und umgänglicher Politiker-Typ, der bereits seit über 40 Jahren in der Außenpolitik aktiv ist.<span class="css-901oao css-16my406 r-poiln3 r-bcqeeo r-qvutc0">“</span></p>
<p><a href="https://www.swr.de/swr2/leben-und-gesellschaft/wolfgang-ischinger-joe-biden-ist-ein-freund-der-europaeer-100.html">Wolfgang Ischingers Gespräch im SWR</a></p>
<p><strong>Alexander Graf Lambsdorff, stellv. Vorsitzender der Fraktion der Freien Demokraten im Deutschen Bundestag, Mitglied des Vorstands der Atlantik-Brücke:</strong></p>
<p><span class="css-901oao css-16my406 r-poiln3 r-bcqeeo r-qvutc0">„</span>Gerade weil die neue Regierung in Washington zunächst mit innenpolitischen Herausforderungen beschäftigt sein wird, muss die Initiative hierfür von der Bundesregierung und den europäischen Partnern kommen.<span class="css-901oao css-16my406 r-poiln3 r-bcqeeo r-qvutc0">“</span></p>
<p><a href="https://www.handelsblatt.com/dpa/wirtschaft-handel-und-finanzen-lambsdorff-fuer-transatlantisches-comeback-nach-bidens-amtsantritt/26833724.html?ticket=ST-8389572-zXVDf90okYSLfEafYcwI-ap1">Alexander Graf Lambsdorff im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur</a></p>
<p><strong>Anahita Thoms, Baker &amp; McKenzie, Düsseldorf, Mitglied des Vorstands der Atlantik-Brücke:</strong></p>
<p><span class="css-901oao css-16my406 r-poiln3 r-bcqeeo r-qvutc0">„Joe Biden </span><span class="css-901oao css-16my406 r-poiln3 r-bcqeeo r-qvutc0">wird sich auf die Unterstützung der heimischen Wirtschaft konzentrieren. Aber er wird auch Impulse und Akzente für die internationale Zusammenarbeit setzen.“</span></p>
<p><a href="https://www.linkedin.com/posts/anahitathoms_biden-business-sustainability-activity-6757605788283396096-GLdM">Anahita Thoms im Interview mit ntv</a></p>
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		<item>
		<title>Persönliche Einblicke und offene Debatten</title>
		<link>https://www.atlantik-bruecke.org/persoenliche-einblicke-und-offene-debatten/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[r.fehrenbach]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 30 Jan 2020 16:53:51 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Sub-Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Young Leaders Program]]></category>
		<category><![CDATA[Anahita Thoms]]></category>
		<category><![CDATA[Außen- und Sicherheitspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[David Deißner]]></category>
		<category><![CDATA[Fiona Evans]]></category>
		<category><![CDATA[Friederike von Tiesenhausen Cave]]></category>
		<category><![CDATA[Handelskonflikt]]></category>
		<category><![CDATA[Handelspolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Hirschburg]]></category>
		<category><![CDATA[Königswinter]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Hüther]]></category>
		<category><![CDATA[Michael Werz]]></category>
		<category><![CDATA[Reunion 2020]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Fehrenbach]]></category>
		<category><![CDATA[Young Leaders Alumni]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Rund 100 deutsche und amerikanische Young Leaders Alumni kamen zum diesjährigen Neujahrsempfang. In Königswinter ging es um weit mehr als die großen Herausforderungen für Europa und die USA.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/persoenliche-einblicke-und-offene-debatten/">Persönliche Einblicke und offene Debatten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p>Rund 100 deutsche und amerikanische Young Leaders Alumni kamen zum diesjährigen Neujahrsempfang. In Königswinter ging es um weit mehr als die großen Herausforderungen für Europa und die USA und die anstehende Präsidentschaftswahl der Vereinigten Staaten: Der vertrauensvolle Austausch und die transatlantische Verbundenheit standen im Vordergrund des Treffens.</p>
<p><em>Von Robin Fehrenbach</em></p>
<p>Ein Signal der Offenheit, des Zusammenhalts und des Austauschs ist von den Young Leaders Alumni der Atlantik-Brücke während ihres Neujahrsempfangs in Königswinter ausgegangen.  In der mehr als 140 Jahre alten Hirschburg kamen rund 100 Alumni des Programms für deutsche und amerikanische Führungskräfte zusammen. David Deißner, Geschäftsführer der Atlantik-Brücke, betonte in seiner Einführung, dass der Verein gerade in politisch angespannten Zeiten den Austausch mit den USA umso mehr intensivieren müsse.</p>
<p>[related]Eine Podiumsdiskussion gab einen Ausblick auf transatlantische Herausforderungen 2020 in den Bereichen Außenpolitik und Handel. Das mit Vorstandsmitgliedern der Atlantik-Brücke besetzte Panel wurde von Julia von Cube, Journalistin beim WDR und Young Leader Alumna, moderiert. „Die amerikanische Außenpolitik wird zunehmend innenpolitisch konnotiert sein“, sagte Michael Werz, Senior Fellow des Center for American Progress. Darüber hinaus verändere sich die Demografie auf dramatische Art. Das demografische Zentrum der USA habe sich in den vergangenen 25 Jahren um jährlich 20 Meilen von Nordosten nach Südwesten verschoben.</p>
<h4>Zwischen US-Präsidentschaftswahl und doppeltem Konflikt für den Westen</h4>
<p>Friederike von Tiesenhausen Cave, Global Head of Public Affairs bei Bloomberg LP, sagte, sie rechne zu Beginn der neuen Dekade nicht mit einer Gelegenheit für eine Wiederbelebung der transatlantischen Beziehungen, da die in diesem Jahr anstehenden Präsidentschaftswahlen die US-Politik dominierten. Für den Bündnispartner Europa gehe es in erster Linie um Schadensbegrenzung. „Die Europäische Union sollte jedoch keine zu hohen Erwartungen haben. Ein Präsident der Demokraten wird nicht automatisch besser für Europa“, sagte sie.</p>
<p>Der stellvertretende Vorsitzende der Atlantik-Brücke, Michael Hüther, Direktor und Mitglied des Präsidiums des Instituts der deutschen Wirtschaft, sprach von einer doppelten Auseinandersetzung für den Westen. Der erste Konflikt trage sich außenpolitisch zwischen demokratisch verfassten Marktwirtschaften und autokratisch gelenkten Wirtschaftssystemen zu. Innerhalb demokratischer Gesellschaften spiele sich ein zweiter Kampf ab: Den Institutionen werde immer weniger vertraut. Hüther forderte: „Wir müssen die politische mit der sozial-ethischen Frage verbinden. Die demokratische Politik muss wieder stärker gestaltend den Rahmen für Wirtschaftssysteme setzen.“</p>
<p>Mit Unvorhersehbarkeit in den transatlantischen Handelsbeziehungen 2020 rechnet Anahita Thoms, Partner und Head of Germany’s International Trade Practice bei Baker &amp; McKenzie. Sie sagte, dies werde die Handelspolitik in Richtung der EU prägen – insbesondere, nachdem das Phase-1-Abkommen zwischen den USA und China abgeschlossen sei. „Handelskriege kennen keine Gewinner“, sagte Thoms. Die seit mehr als zwei Jahren andauernden Handelskonflikte hätten für alle beteiligten Akteure negative Effekte.</p>
<h4>Plädoyers für multilaterale, regelbasierte Ordnung in Außenpolitik und Handel</h4>
<p>In der anschließenden Diskussion ging es um Versäumnisse der US-Sozial- und Wirtschaftspolitik, den Charakter von Handelsabkommen hinsichtlich ökologischer Aspekte und die Lage der deutschen Automobilindustrie. Die Zukunft der multilateralen, regelbasierten Ordnung in der internationalen Wirtschafts- und Handelspolitik unter dem Dach der Welthandelsorganisation (WTO) kam ebenfalls zur Sprache. Die Teilnehmer warfen darüber hinaus einen Blick auf die NATO-Übung „US Defender Europe 2020“ und die Ursachen für das stark gefährdete Nuklear-Abkommen mit dem Iran (JCPOA) und analysierten die Herausforderungen in Bezug auf das Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2. Die Folgen des Klimawandels und der klimaschutz- und sicherheitspolitische wie wirtschaftliche Umgang damit bildete einen weiteren inhaltlichen Schwerpunkt. Zum Abschluss der Paneldiskussion beleuchtete Michael Werz die Hintergründe und mögliche Entwicklung des Impeachments gegen US-Präsident Trump.</p>
<p>Nachdem die Alumni und Vorstände ihre Gespräche bei einem Spaziergang zum Drachenfels fortgesetzt hatten, sprach Generalkonsulin Fiona Evans. Die Diplomatin betonte, sie wolle kommunikative Echokammern in der Gesellschaft aufbrechen. Das oft negative USA-Bild in der Berichterstattung vernachlässige die vielen positiven Aspekte des transatlantischen Verhältnisses. So seien die USA der Staat mit den höchsten ausländischen Direktinvestitionen in Nordrhein-Westfalen. Außerdem lobte sie als Beispiel für funktionierende transatlantische Partnerschaft den US-Bundesstaat Minnesota. Als Teil des Projekts „Smart Climate Municipalities“ hat sich Minnesota dazu verpflichtet, von der etwa im Transport- und Verkehrssektor erzielten Energieeffizienz der Stadt Lüdenscheid für die Unternehmen und Städte des Bundesstaates im mittleren Westen zu lernen. „Wir müssen den riesigen globalen Herausforderungen nicht alleine begegnen“, betonte sie in der anschließenden Fragerunde.</p>
<h4>„What’s your story?“</h4>
<p>Moderiert von Journalist Cherno Jobatey sprachen vier junge Nachwuchsführungskräfte unter dem Leitgedanken „What’s your story?“ sehr offen über berufliche Projekte ebenso wie über ihren persönlichen Lebensweg. Karoline Klose thematisierte ihre Erfahrungen im Entwicklungshilfe-Programm für Haiti und in der Hauptabteilung Friedenssicherungseinsätze der UNO in zehn Ländern – darunter Sudan – innerhalb von zehn Jahren; Cristina Hernandez, Social Impact Fellow der Robert Bosch Stiftung, berichtete von ihrem Weg als Tochter mittelloser mexikanischer Einwanderer in Südkalifornien bis zur dekorierten Soldatin der U.S. Army, bis zur Harvard University, bis ins Weiße Haus; Cornelius Pollmer, Korrespondent der Süddeutschen Zeitung mit Sitz in Leipzig, erzählte von seinen Wanderungen auf den Spuren Theodor Fontanes und von außergewöhnlichen Begegnungen mit Menschen in der Mark Brandenburg für die Recherche zu seinem Buch „Heut ist irgendwie ein komischer Tag“; Finn Haensel, Gründer der Sanity Group und Vorstandsmitglied der Movinga GmbH, erläuterte seinen politischen Einsatz schon als 17-Jähriger in der Jungen Union bis heute als Unternehmer für das Legalisieren von Cannabis zur medizinischen Behandlung.</p>
<p>Schließlich läutete ein gemeinsames Dinner in der Hirschburg den festlichen Ausklang der Zusammenkunft der Alumni ein.</p>
<p><em>Die Atlantik-Brücke dankt der Vodafone GmbH für ihre großzügige Unterstützung dieser Veranstaltung.</em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/persoenliche-einblicke-und-offene-debatten/">Persönliche Einblicke und offene Debatten</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
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