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	<title>Kanada Archive - Atlantik-Brücke e.V.</title>
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		<title>Carneys Höhenflug, Merz&#8217; Stolpern</title>
		<link>https://www.atlantik-bruecke.org/lektionen-im-realismus-carneys-hoehenflug-merz-stolpern/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mateusz Borkowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 08 Jun 2026 10:00:17 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsch-Kanadische Konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Subsub-Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Young Atlantiks Program]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Mark Carney und Friedrich Merz – beide 2025 ins Amt gekommen, beide unter Druck. Doch ihre Wege könnten unterschiedlicher kaum sein, schreibt Young Atlantiks-Alumnus Moritz Meißner.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/lektionen-im-realismus-carneys-hoehenflug-merz-stolpern/">Carneys Höhenflug, Merz&#8217; Stolpern</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<div class="flex flex-col gap-md @3xl:gap-lg w-full pt-md @3xl:pt-lg">
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<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden"><em>Auf der 39. Deutsch-Kanadischen Konferenz in Berlin stellte sich in jeder Debatte dieselbe Frage: Was braucht es, um in einer Ära der Disruption zu führen? Mark Carney und Friedrich Merz traten 2025 ihr Amt an – beide konfrontiert mit Trumps Handelskriegen und unruhigen Wählerschaften. Doch während der eine als unerwartete Stimme der freien Welt hervorgetreten ist, kämpft der andere darum, das Vertrauen seiner eigenen Bevölkerung zu gewinnen.</em></p>
<p><em>Von Moritz Meißner</em></p>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden">Wenn es auf der 39. Deutsch-Kanadischen Konferenz in Berlin im Mai 2026 ein Ereignis gab, das allen Beteiligten im Gedächtnis geblieben war, dann war es Mark Carneys Rede in Davos vier Monate zuvor. Die Rede, die man als <em>Middle-Powers-Declaration</em> bezeichnen könnte, wurde von nahezu jedem Podiumsgast zitiert und spielte eine zentrale Rolle in der Diskussion <em>One Year in Office: Balancing Global Focus vs. Domestic Challenges</em> über die ersten Amtsjahre Carneys als kanadischer Premierminister und Friedrich Merz&#8217; als Bundeskanzler. Zwar äußerten einige Redner Skepsis, ob Carney die hohen Erwartungen, die er geweckt hatte, erfüllen könne – doch seine Rede wurde von den meisten Teilnehmenden für ihre Beherztheit gelobt. Carney, sowohl im Inland als auch im Ausland bemerkenswert beliebt, schien den Titel des De-facto-Anführers der freien Welt übernommen zu haben.</p>
<h4 id="trump-verhalf-carney-zur-findung-seiner-rolle" class="font-editorial font-bold mb-2 mt-4 [.has-inline-images_&amp;]:clear-end text-lg first:mt-0 md:text-lg [hr+&amp;]:mt-4">Trump verhalf Carney zur Findung seiner Rolle</h4>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden">Was diese Rede so bemerkenswert macht, ist nicht nur ihr Inhalt, sondern auch ihre Unwahrscheinlichkeit. Als Mark Carney im Januar 2025 das Amt des Premierministers von Justin Trudeau übernahm und Neuwahlen ausrief, rechnete niemand mit seinem Sieg. Alle großen Umfragen sagten einen deutlichen Sieg der Konservativen und Pierre Poilievres voraus. Es war Trumps Handelskrieg gegen Kanada und seine berüchtigte Kampagne zur Einverleibung Kanadas als 51. US-Bundesstaat, die Carney ermöglichten, seine Rolle zu finden. Er bezog eine klare Position gegen Washington, appellierte an den kanadischen Patriotismus und präsentierte sich erfolgreich als der Führer, der die kanadische Unabhängigkeit bewahren würde. Mit seinem Ruf als hochkompetenter Banker in der Finanzkrise 2008 und seinem Fokus auf die Wirtschaft verkörperte er zudem einen spürbaren pragmatischen Bruch mit dem idealistischen Trudeau. Carney selbst rief zu einem werteorientierten Realismus auf – ein Begriff, der in der Davos-Rede wiederhallt. Teil dieses Realismus ist es, die allgegenwärtige Bedrohung aus dem Süden anzuerkennen und zu begreifen, dass sich die geopolitische Lage dauerhaft verändert hat. Es überraschte daher nicht, dass Carney die Resilienz Kanadas in Wirtschaft, Handel, Energie und Sicherheit in den Mittelpunkt stellte. Der <em>One Canadian Economy Act</em>, der im Juni 2025 das Parlament passierte, legt davon Zeugnis ab.</p>
<blockquote>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden"><em>„Während Carney die Abkehr von der alten Weltordnung unter Trump früh als neue Realität akzeptierte, versuchte Merz, den Status quo zu bewahren – und verlor dabei nicht nur politisches Kapital, sondern auch Glaubwürdigkeit.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden">Carneys einst unwahrscheinliche Regentschaft kann bislang durchaus Erfolge vorweisen. Kanadas BIP wuchs 2025 um 1,7% – das zweithöchste Wachstum unter den G7-Staaten. Das <em>Major Projects Office</em> – eine Schlüsselinstitution zur Beschleunigung strategischer Bauprojekte wie Pipelines oder Rechenzentren – wurde in Calgary eingerichtet und entwickelt derzeit 16 Projekte von sogenanntem „nationalem Interesse&#8221;. Die kanadischen Streitkräfte verzeichnen laut Ottawa den höchsten Zulauf seit 30 Jahren. Und Carney erfreut sich unter den Wählerinnen und Wählern bemerkenswerter Beliebtheit: In einer aktuellen Umfrage von Abacus Data befürworten 59% der Kanadierinnen und Kanadier den Kurs der Regierung – der höchste je gemessene Wert.</p>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden">Gleichzeitig sieht sich Carney mit Kritik von Umweltverbänden und Vertreterinnen und Vertretern der First Nations konfrontiert, die befürchten, dass die Beschleunigung von Projekten nationalen Interesses zu einer Missachtung von Umweltschutzstandards und dem Recht auf Mitbestimmung indigener Gruppen führen könnte. Auf dem Panel wurde zudem das Unabhängigkeitsreferendum in Alberta als Problem für die Carney-Regierung identifiziert. Ein erfolgreiches Referendum ist zwar höchst unwahrscheinlich, doch die Kampagne selbst und die damit verbundene Debatte könnten die Spaltung unter den Kanadierinnen und Kanadiern vertiefen und der Regierung schaden.</p>
<h4 id="merz-versuchte-eine-beschwichtigungsstrategie-gege" class="font-editorial font-bold mb-2 mt-4 [.has-inline-images_&amp;]:clear-end text-lg first:mt-0 md:text-lg [hr+&amp;]:mt-4">Merz versuchte eine Beschwichtigungsstrategie gegenüber Trump – vergeblich</h4>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden">Als Friedrich Merz im Mai 2025 sein Amt in Berlin antrat, hatte er einen ganz anderen Start als Carney. Obwohl er als Politiker nie besonders beliebt war, weckte seine neue Koalition – vor allem in der Wirtschaft – gewisse Hoffnungen nach dem desaströsen Ende der hochgradig unbeliebten „Ampel&#8221;-Regierung seines Vorgängers Olaf Scholz. Merz erbte eine Wirtschaftskrise und konzentrierte sich auf die Wiederbelebung des Industriesektors. Leider gehörte Deutschland zu den Hauptzielen von Trumps Handelskrieg. Schlüsselindustrien wie die Automobil- oder die Chemieindustrie litten unter Zöllen, hohen Energiekosten und einem wachsenden Gefühl wirtschaftlicher Unsicherheit.</p>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden">Der US-israelische Krieg gegen den Iran verschärfte die Lage durch Ölknappheit, die die Benzinpreise in die Höhe trieb und Wut und Unmut in der Bevölkerung schürte. Wie der britische Premierminister Keir Starmer oder NATO-Chef Mark Rutte versuchte Merz eine Beschwichtigungsstrategie gegenüber Trump – er schmeichelte ihm und brachte Geschenke nach Washington. Er musste auf die harte Tour lernen, dass dies ein fruchtloses Unterfangen war. Während Carney die Abkehr von der alten Weltordnung unter Trump früh als neue Realität akzeptierte, versuchte Merz, den Status quo zu bewahren – und verlor dabei nicht nur politisches Kapital, sondern auch Glaubwürdigkeit.</p>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden">Trotz alledem kann Merz zumindest mäßige Erfolge für sich beanspruchen. Nach der Rezession der Vorgängerregierung wuchs das BIP 2025 tatsächlich – wenn auch nur um 0,2%. Die illegale Migration, das zweite große Thema der Regierung, wurde deutlich reduziert. Im Jahr 2025 wurden nur rund 47.000 illegale Grenzübertritte registriert – noch vor zwei Jahren war diese Zahl dreimal so hoch. Dennoch beklagen deutsche Unternehmen nach wie vor ein erdrückendes Maß an Regulierung, hohe Energiekosten und eine schwache Nachfrage – alles Faktoren, die die Zukunftsaussichten der Unternehmen eintrüben. Eine dauerhafte Lösung hat die Regierung bislang nicht vorgelegt. Stattdessen scheint die Koalition aus Christdemokraten und Sozialdemokraten den fatalen Fehler der Vorgängerregierung zu wiederholen: Wichtige Reformvorhaben wie Renten, Gesundheit oder Steuern werden von offenen Streitigkeiten überschattet, die das Vertrauen in das Kabinett untergraben.</p>
<blockquote>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden"><em>„Während Mark Carney bestrebt ist, sich als Führungspersönlichkeit zu präsentieren, der es um die Menschen geht, der Empathie, Humor und echtes Interesse an seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zeigt, scheint Merz gute PR-Berater zu fehlen.&#8221;</em></p>
</blockquote>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden">Dies führt zu einem weiteren gravierenden Problem für Merz: seinem Führungsstil. Während Mark Carney bestrebt ist, sich als Führungspersönlichkeit zu präsentieren, der es um die Menschen geht, der Empathie, Humor und echtes Interesse an seinen Mitbürgerinnen und Mitbürgern zeigt, scheint Merz gute PR-Berater zu fehlen. In seinem ersten Amtsjahr sah er sich mehrfach mit heftiger Kritik konfrontiert – etwa als er andeutete, Deutsche seien im Grunde zu faul und arbeiteten nicht genug, nähmen zu viel Krankschreibungen in Anspruch und Migrantinnen und Migranten – ob legal oder illegal – stellten ein Problem in der deutschen Gesellschaft dar. Umfragen zeigen, dass Merz vielen Deutschen als kalt, arrogant und – als Millionär – weit entfernt von den alltäglichen Sorgen der normalen Bevölkerung erscheint.</p>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden">Laut ZDF haben 65% der Deutschen eine negative Meinung von Merz und seiner Regierung – ein historischer Tiefstand für einen deutschen Bundeskanzler, wie die Podiumsteilnehmenden in ihrem Fazit hervorhoben. Sie warnten, dass die Schwäche der Merz-Regierung die AfD, die rechtsextreme Partei, weiter stärken werde. Sollte die AfD in einzelnen Bundesländern oder auf Bundesebene an die Macht kommen, könnte sie verfassungswidrige Maßnahmen durchsetzen und zu einer ernsthaften Bedrohung für das politische System Deutschlands werden, das auf den Grundlagen der liberalen Demokratie beruht.</p>
<figure id="attachment_76330" aria-describedby="caption-attachment-76330" style="width: 200px" class="wp-caption alignleft"><img decoding="async" class=" wp-image-76330" src="https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/2026_05_1819_Atlantik_Bruecke_0250-scaled-e1780910514928-500x500.jpg" alt="Moritz Meißner" width="200" height="200" srcset="https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/2026_05_1819_Atlantik_Bruecke_0250-scaled-e1780910514928-500x500.jpg 500w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/2026_05_1819_Atlantik_Bruecke_0250-scaled-e1780910514928-480x480.jpg 480w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/2026_05_1819_Atlantik_Bruecke_0250-scaled-e1780910514928.jpg 576w" sizes="(max-width: 200px) 100vw, 200px" /><figcaption id="caption-attachment-76330" class="wp-caption-text">Moritz Meißner</figcaption></figure>
<p>&nbsp;</p>
<p class="my-2 [&amp;+p]:mt-4 [&amp;_strong:has(+br)]:block [&amp;_strong:has(+br)]:pb-2 [&amp;_strong:has(+br)+br]:hidden"><em>Über den Autor: Moritz Meißner ist Alumnus der Young Atlantiks, Jahrgang 2026, und arbeitet als Nachrichtenredakteur beim Mitteldeutschen Rundfunk (MDR).</em></p>
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<p>&nbsp;</p>
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			</item>
		<item>
		<title>„In Kanada steigt der WM-Hype bereits“</title>
		<link>https://www.atlantik-bruecke.org/in-kanada-steigt-der-wm-hype-bereits/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mateusz Borkowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 27 May 2026 15:09:23 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Sub-Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball]]></category>
		<category><![CDATA[Fußball-WM]]></category>
		<category><![CDATA[Vera Alexander]]></category>
		<category><![CDATA[WM 2026]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.atlantik-bruecke.org/?p=76251</guid>

					<description><![CDATA[<p>In einem Interview mit der kanadischen Botschafterin, Vera Alexander, sprachen wir über Sportdiplomatie sowie die Stimmung in Kanada im Hinblick auf die WM. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/in-kanada-steigt-der-wm-hype-bereits/">„In Kanada steigt der WM-Hype bereits“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img fetchpriority="high" decoding="async" class="alignnone wp-image-76256 size-medium" src="https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/adriana-macias-xmzNjGBRF04-unsplash-scaled-e1779894029609-1000x500.jpg" alt="" width="1000" height="500" srcset="https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/adriana-macias-xmzNjGBRF04-unsplash-scaled-e1779894029609-1000x500.jpg 1000w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/adriana-macias-xmzNjGBRF04-unsplash-scaled-e1779894029609-768x384.jpg 768w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/adriana-macias-xmzNjGBRF04-unsplash-scaled-e1779894029609-1536x768.jpg 1536w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/adriana-macias-xmzNjGBRF04-unsplash-scaled-e1779894029609-2048x1024.jpg 2048w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/adriana-macias-xmzNjGBRF04-unsplash-scaled-e1779894029609-480x240.jpg 480w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/adriana-macias-xmzNjGBRF04-unsplash-scaled-e1779894029609-760x380.jpg 760w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/adriana-macias-xmzNjGBRF04-unsplash-scaled-e1779894029609-1120x560.jpg 1120w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/adriana-macias-xmzNjGBRF04-unsplash-scaled-e1779894029609-1460x730.jpg 1460w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/adriana-macias-xmzNjGBRF04-unsplash-scaled-e1779894029609.jpg 2560w" sizes="(max-width: 1000px) 100vw, 1000px" /></p>
<p>Kanada spielt bei der diesjährigen WM eine bedeutende Rolle, da das Land gemeinsam mit den USA und Mexiko die Gastgeberrolle der Weltmeisterschaft übernimmt. Als Austragungsort mehrerer Spiele steht Kanada im Zentrum des internationalen Turniers. In einem Interview mit der kanadischen Botschafterin in Deutschland, <strong><span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Vera Alexander</span></span></strong>, sprachen wir über Sportdiplomatie sowie die Stimmung in Kanada im Hinblick auf die Fußball Weltmeisterschaft 2026.</p>
<p><iframe title="&quot;There is already a hype in Canada about the World Cup&quot;" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/eUpmb859YsA?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/in-kanada-steigt-der-wm-hype-bereits/">„In Kanada steigt der WM-Hype bereits“</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
]]></content:encoded>
					
		
		
			</item>
		<item>
		<title>Mittelmächte im Aufbruch: Deutschland und Kanada suchen den gemeinsamen Kurs </title>
		<link>https://www.atlantik-bruecke.org/mittelmaechte-im-aufbruch-deutschland-und-kanada-suchen-den-gemeinsamen-kurs/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Mateusz Borkowski]]></dc:creator>
		<pubDate>Wed, 20 May 2026 10:44:20 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Deutsch-Kanadische Konferenzen]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit & Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Subsub-Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Innovation]]></category>
		<category><![CDATA[Deutsch-Kanadische Konferenz]]></category>
		<category><![CDATA[Pia Kauer]]></category>
		<category><![CDATA[Robin Fehrenbach]]></category>
		<guid isPermaLink="false">https://www.atlantik-bruecke.org/?p=76094</guid>

					<description><![CDATA[<p>Die 39. Deutsch-Kanadische Konferenz lotete aus, wie zwei Mittelmächte in einer von Großmachtkonkurrenz geprägten Weltordnung gemeinsam Handlungsspielräume gewinnen.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/mittelmaechte-im-aufbruch-deutschland-und-kanada-suchen-den-gemeinsamen-kurs/">Mittelmächte im Aufbruch: Deutschland und Kanada suchen den gemeinsamen Kurs </a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Kritische Mineralien, eine neue EU-Kanada-Sicherheitspartnerschaft und souveräne KI: Die 39. Deutsch-Kanadische Konferenz der Atlantik-Brücke lotete am 18. und 19. Mai in Berlin aus, wie zwei Mittelmächte in einer von Großmachtkonkurrenz geprägten Weltordnung gemeinsam Handlungsspielräume gewinnen.</em></p>
<p>Von Robin Fehrenbach und Pia Kauer</p>
<p><span data-contrast="auto">Die Deutsch-Kanadische Konferenz 2026 startete mit einer gemeinsamen Veranstaltung mit der Transatlantic Business Initiative des BDI. Schon in den Eröffnungsreden wurde deutlich, dass Kanada und Deutschland einige Herausforderungen teilen: den Umgang mit einer alternden Gesellschaft, die Furcht, bei der KI-Revolution abgehängt zu werden, und die Abhängigkeit von einer zunehmend unzuverlässigen USA dominierten den ersten Konferenztag.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto"><strong>Abhängigkeiten</strong> standen auch im Fokus des ersten Expertenpanels, das sich mit <strong>kritischen Rohstoffen</strong> befasste. 90% der in Deutschland benötigten Zwischenprodukte seltener Erden werden aus China importiert, besonders kritisch ist dabei die Situation bei Ausgangsstoffen für Batterien (wie z.B. Kobalt), die für die Energiewende benötigt werden. Diese werden zwar nur zu geringem Anteil in China abgebaut, die Weiterverarbeitung („Refinement“) findet jedoch zum Großteil in China statt. Dass diese Marktmacht von China zunehmend aggressiv eingesetzt wird, z.B. durch Ausfuhrbeschränkungen, bietet Anlass, sich intensiv Gedanken um eine Diversifizierung der Lieferketten zu machen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<blockquote><p>&#8220;Der Aufbau einer Raffinerie in Kanada kostet zwei bis dreimal so viel wie in China&#8221;</p></blockquote>
<p><span data-contrast="auto">Im Gegensatz zu Deutschland verfügt Kanada über signifikante Bestände seltener Erden, mit 1.2% der weltweiten Produktion ist es der siebtgrößte Produzent von Kobalt. Die kanadische Regierung setzt erfolgreich auf den Ausbau von Förderkapazitäten, doch der Aufbau zusätzlicher Raffinerien gestaltet sich als schwierig: zwei bis dreimal so viel wie in China koste der Aufbau einer Raffinerie in Kanada, stellte ein Panelist fest. Es sei illusorisch, zu denken, Kanada könnte im Preiswettbewerb mit China bestehen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Trotzdem, da war sich das Panel einig, soll die Zusammenarbeit zwischen Deutschland und Kanada im Rohstoffsektor vertieft werden – denn wo Deutschland einen verlässlicheren Lieferanten als China braucht,braucht Kanada verlässlichere Abnehmer. Bislang verkauft Kanada nämlich einen Großteil seines Kobalts in die USA, auf die sich die Kanadier in Zukunft nicht mehr komplett verlassen wollen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Auch in der anschließenden Diskussion unter dem Titel „Facing Change Together. Unlocking the Potential of German-Canadian Industrial Cooperation“ ging es um eine zunehmend knappe Ressource: <strong>qualifizierte Arbeitskräfte</strong>. Während der Pflegebedarf mit der zunehmend alternden Gesellschaft Kanadas und Deutschlands stetig steigt, nimmt die Zahl derer, die sich kümmern könnten, ab. Die Panelistensprachen die Notwendigkeit von Umschulungsmaßnahmen an, aber auch insbesondere von gezielten öffentlichen Investitionen in gute Bildung und menschenwürdige Pflege, um Angehörige zu entlasten und ihnen die Teilnahme am Arbeitsmarkt zu ermöglichen. Langfristig sei auch dies entscheidend für die Wettbewerbsfähigkeit beider Länder.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<blockquote><p>&#8220;<span data-contrast="auto">Akademische Freiheit ist nicht nur ein Privileg, sondern auch eine fundamentale Arbeitsbedingung&#8221;</span></p></blockquote>
<p><b><span data-contrast="auto">Wissenschaftsfreiheit</span></b><span data-contrast="auto"> zu genießen, ist in der westlichen Welt keine Selbstverständlichkeit mehr. Nur noch 20 Prozent der Menschen weltweit leben in Staaten mit akademischer Freiheit, wie der jüngste Academic Freedom Index unter 179 Ländern ermittelt hat. Zuletzt erlebten die USA unter Präsident Trump in dieser Hinsicht eine erkennbare Verschlechterung der Situation an Universitäten für Forscher und Studierende. In dieser Session am zweiten Tag der Deutsch-Kanadischen Konferenz betonten die Experten, dass der komparative Vorteil verloren gehe, wenn akademische Freiheiten eingeschränkt werden. Die unmittelbare Folge bestehe darin, dass Wissenschaftlerinnen das betroffene Land verlassen und ihre Expertise anderswo der Wissenschaft und Volkswirtschaft zur Verfügung stellen. So verlagere sich Wohlstand im internationalen Vergleich. Akademische Freiheit sei nicht nur ein Privileg, sondern auch eine fundamentale Arbeitsbedingung, stellten die Panelisten fest. Die Vereinigten Staaten verlören derzeit an Attraktivität als Forschungsstandort.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Deutschland und Kanada teilten diesbezüglich eine ähnliche Geisteshaltung: Für die Gesellschaften beider Länder sei die Wissenschaftsfreiheit unerlässlich, um kritisches Denken zu fördern, was zunehmend eine Schlüsselqualifikation in Zeiten künstlicher Intelligenz und genereller Automatisierung praktisch sämtlicher Berufszweige werde. Es komme immer mehr darauf an, aus einem gewissen Talent eine spezifische Expertise zu entwickeln. Dazu sei insbesondere das Investment in ausländische Studierende und Forscher von zentraler Bedeutung.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Die nächste Session widmete sich dem hohen Norden, genauer gesagt der </span><b><span data-contrast="auto">Arktis</span></b><span data-contrast="auto">. Deren strategische Bedeutung hat nicht zuletzt aufgrund der Folgen des Klimawandels erheblich zugenommen, was für geopolitische Spannungen zwischen den USA, Kanada, Russland und China gesorgt hat. Während neue Seewege wie vor allem die Nordwest-Passage durch schmelzendes Eis freiwerden, dringen die Volksrepublik und Russland mit Eisbrechern immer aggressiver in dieses Gebiet ein. Kanada und die USA arbeiten eng für die Sicherheit der Arktis im gemeinsamen Kommando von NORAD zusammen, was für North American Aerospace Defense Command steht. Zuletzt investierte Kanada mehrere Milliarden kanadischer Dollar in die technische Infrastruktur der Arktis wie etwa in Radaranlagen. Auch die Zusammenarbeit in der NATO für die Sicherheit der Arktis laufe sehr gut, wie eine Sprecherin betonte.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<blockquote><p>&#8220;Für Finnland verläuft die wichtigste Frontlinie in der Arktis&#8221;</p></blockquote>
<p><span data-contrast="auto">Für das neue NATO-Mitglied Finnland, das eine 1.400 Kilometer lange Grenze mit Russland mit insgesamt acht Grenzübergängen teilt, verlaufe die wichtigste Frontlinie inzwischen in der Arktis, wie ein Vertreter des Landes festhielt. Ein Konflikt sei durchaus möglich. 2001 hatte Russland damit begonnen, erste Ansprüche auf die Arktis zu erheben. 2015 eröffnete Russland dann Militärbasen entlang der Nordost-Passage. Der Kreml unter Präsident Wladmir Putin betrachte die Arktis als natürliche geostrategische Einflusssphäre. Alle Sprecherinnen und Sprecher waren sich darin einig, dass sämtliche NATO-Partner auf Abschreckung in der Arktis setzen sollten. Das sei das effektivste Vorgehen, um einen Krieg um Rohstoffe und Seerouten im hohen Norden zu vermeiden.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">[related]Im Anschluss behandelte die dritte Paneldiskussion des Tages die </span><b><span data-contrast="auto">Sicherheitskooperation zwischen der EU und Kanada</span></b><span data-contrast="auto">. Die Europäische Union und Kanada seien unverzichtbare Sicherheits- und Wirtschaftspartner, wie eine Sprecherin in ihrem Eingangsstatement betonte. Europa habe dabei Qualitäten in der Beschaffung von militärischem Equipment und in einem starken Finanzmarkt. Wie eng die Partnerschaft in der Sicherheits- und Verteidigungspolitik sei, zeige die Tatsache, dass Kanada als einziges Nicht-EU-Land Zugang zu SAFE hat, also zum Finanzierungsinstrument „Safe Action for Europe“, dasdie EU-Kommission 2025 aufgelegt hat und Kredite von bis zu 150 Milliarden Euro für die Beschaffung von militärischer Ausrüstung freigeben soll. Wichtig sei, dass die EU keine Doppelstruktur neben der NATO aufbaue, sondern vielmehr zusammen mit Kanada und dem Vereinigten Königreich den europäischen Pfeiler innerhalb des westlichen Verteidigungsbündnisses massiv stärke angesichts der von Russland ausgehenden Bedrohungen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Um die </span><b><span data-contrast="auto">seit gut einem Jahr im Amt befindlichen Regierungen</span></b><span data-contrast="auto"> von Bundeskanzler Friedrich Merz und Premierminister Mark Carney ging es in der nächsten Session. Zunächst stellte die Expertenrunde fest, dass beide Staaten intensiv nach Mitteln suchten, Wirtschaftswachstum zu stimulieren, das gerade im Falle Deutschlands dringend benötigt werde nach Jahren der Rezession bzw. Stagnation. Gleichzeitig sei es unabdingbar, die sozialen Sicherungssysteme der Bundesrepublik grundlegend zu reformieren und zukunftsfest zu machen. Hier sei es eine offene Frage, ob die Bundesregierung von CDU/CSU und SPD ihre großen Versprechen gegenüber den Bürgern einhalten könne und werde. Die schwarz-rote Koalition müsse erfolgreich agieren, um Deutschland politisch stabil zu halten und so positive Auswirkungen für den Rest Europas zu haben, das derzeit insgesamt von mehreren rechtspopulistischen Parteien und Strömungen unter hohem Druck stehe.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">Zwar stehe die kanadische Regierung in Ottawa derzeit gut da, weil sie eine hohe Zustimmung innerhalb der Bevölkerung genieße. Jedoch sei der Wahlerfolg des Liberalen Carney vor allem in den Attacken von US-Präsident Trump begründet, wenn es um die anhaltenden Zollkonflikte beider Länder geht und um den von Trump artikulierten Wunsch, Kanada zum 51. US-Bundesstaat zu machen. „Affordability“, also die Bezahlbarkeit des alltäglichen Lebens, werde auch in Kanada zum zunehmend relevanten Thema. Insofern stehe auch die Regierung des Premierministers unter Erfolgszwang.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">In einem daran anschließenden Fireside Chat behandelten Repräsentanten der deutschen und der kanadischen Regierung die Frage nach der </span><b><span data-contrast="auto">globalen Wirksamkeit von Mittelmächten</span></b><span data-contrast="auto">. Für eine Mittelmacht wie Kanada komme es darauf an, eine Resilienz entlang strategischer Ziele beispielsweise im Bereich von Lieferketten für Halbleiter und kritische Mineralien aufzubauen und dadurch als Nation souverän handeln zu können. Daneben gelte es, auf Partnerschaften auf Augenhöhe wie mit Deutschland zu setzen. Hinzu komme, dass Mittelmächte stets versuchen sollten, ihre Risiken etwa im Bereich derEnergiepolitik zu diversifizieren, wie Deutschland im Zuge des russischen Angriffskrieges auf die Ukraine seit 2022 und mit dem damit verbundenen Ende der Versorgung mit günstigem russischen Pipeline-Erdgas erfahren musste. Schließlich sollten sich Mittelmächte dadurch auszeichnen, am internationalen Völkerrecht auf der Basis der Charta der Vereinten Nationen festzuhalten und dieses Recht zu verteidigen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<blockquote><p>&#8220;Es gilt, das Vertrauen in die Medien zu erhalten&#8221;</p></blockquote>
<p><span data-contrast="auto">In der abschließenden Session der diesjährigen Deutsch-Kanadischen Konferenz der Atlantik-Brücke setzten sich die Fachleute mit dem </span><b><span data-contrast="auto">Einsatz von künstlicher Intelligenz bei Medien</span></b><span data-contrast="auto"> auseinander. Journalismus habe auch im 21. Jahrhundert weiterhin die unverzichtbare Funktion, wahrheitsgetreue Informationen in einer äußerst komplexen Welt zu vermitteln. So würde nicht nur Vertrauen in das jeweilige Medium erzeugt, sondern auch in das demokratische System. Dabei bedrohe die KI das Vertrauen der Rezipienten in die Qualität der medial vermittelten Inhalte. Die Leserin und der Leser seien der wichtigste Adressat in der Arbeit von Journalisten. Daher gelte es, KI richtig einzusetzen, um das Vertrauen in die Medienmarke zu erhalten. So hielten im Fact-Checking von redaktionellen Beiträgen zunehmend sogenannte Full-time-Prompt-Engineers Einzug, die Artikel im engen Verbund mit KI-Werkzeugen nach Faktenfehlern durchkämmen. Die menschliche Intelligenz stehe nach wie vor im Mittelpunkt des Arbeitsprozesses.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p><span data-contrast="auto">So endete die Konferenz in Berlin mit dem klaren Bekenntnis, die Zusammenarbeit zwischen Kanada und Deutschland auf allen politischen und wirtschaftlichen Feldern zu intensivieren und vertiefen.</span><span data-ccp-props="{}"> </span></p>
<p>Auf der Konferenz führten wir ein Interview mit Prof. Dr. Michael Hüther, Direktor des IW Köln und stellvertretender Vorsitzender der Atlantik-Brücke und Nik Nanos, Gründer und Geschäftsführer von Nanos Research und Vorsitzender der Atlantik Brücke Canada. Sie sprachen mit uns darüber, wie sich die Deutsch-Kanadische Konferenz in den letzten 10 Jahren verändert hat, wieso Wissenschaftsfreiheit ein Wettbewerbsvorteil für Kanada und Deutschland darstellt und wie die Migrationsdebatte konstruktiver geführt werden könnte.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="Michael Hüther and Nik Nanos on the German-Canadian conference and more" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/BpxockQP3D0?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p>Mit der kanadischen Botschafterin in Deutschland, <span class="hover:entity-accent entity-underline inline cursor-pointer align-baseline"><span class="whitespace-normal">Vera Alexander</span></span>, sprachen wir über 75 Jahre deutsch-kanadische diplomatische Beziehungen, mögliche Bereiche, in denen die Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern gestärkt werden sollte, sowie die angespannte Lage in der Arktis.</p>
<p><iframe loading="lazy" title="&quot;The German-Canadian relationship continues to blossom and grow&quot;" width="500" height="281" src="https://www.youtube.com/embed/Ic0Xh-jVNcc?feature=oembed" frameborder="0" allow="accelerometer; autoplay; clipboard-write; encrypted-media; gyroscope; picture-in-picture; web-share" referrerpolicy="strict-origin-when-cross-origin" allowfullscreen></iframe></p>
<p><em><strong>Leseempfehlung: </strong></em><em><strong>Das <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/en/canada-germany-and-the-future-of-the-western-alliance/">Positionspapier von David Bosold und David G. Haglund</a> untersucht die „besondere Beziehung“ zwischen Kanada und Deutschland unter dem Gesichtspunkt der „strategischen Kultur“ und stützt sich dabei auf die Symbole der „Mittelmacht“ und des „Dreh- und Angelpunkts“ als analytische Ankerpunkte.</strong></em></p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/mittelmaechte-im-aufbruch-deutschland-und-kanada-suchen-den-gemeinsamen-kurs/">Mittelmächte im Aufbruch: Deutschland und Kanada suchen den gemeinsamen Kurs </a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
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		<title>Kanada im Visier der Großmächte</title>
		<link>https://www.atlantik-bruecke.org/kanada-im-visier-der-grossmaechte-welche-optionen-verbleiben-fuer-die-eu/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[b.wild]]></dc:creator>
		<pubDate>Thu, 14 Aug 2025 09:11:24 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Sicherheit & Geopolitik]]></category>
		<category><![CDATA[Subsub-Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Europa]]></category>
		<category><![CDATA[Rohstoffe]]></category>
		<category><![CDATA[USA]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Den kanadischen Rohstoffsektor dominiert ausgerechnet China. Europa ist geopolitisch kaum noch handlungsfähig, wenn es nicht endlich strategisch agiert, analysieren Michael Hüther und Simon Gerards Iglesias.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/kanada-im-visier-der-grossmaechte-welche-optionen-verbleiben-fuer-die-eu/">Kanada im Visier der Großmächte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-72296 size-large alignnone" src="https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/Rohstoffe_Bagger_pixabay-1-757x500.jpeg" alt="" width="757" height="500" srcset="https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/Rohstoffe_Bagger_pixabay-1-757x500.jpeg 757w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/Rohstoffe_Bagger_pixabay-1.jpeg 1280w" sizes="auto, (max-width: 757px) 100vw, 757px" /></p>
<p><em>Kanada gilt häufig als einer der wenigen verbliebenen Wertepartner Europas in der Welt. Nachdem Kanada von Trumps Zöllen sowie geopolitischen Drohgebärden betroffen ist, wird eine engere Partnerschaft mit der EU betont, insbesondere für die wirtschaftliche Diversifizierung. </em><em>Doch den kanadischen Rohstoffsektor dominiert ausgerechnet China. Europa ist geopolitisch kaum noch handlungsfähig, wenn es nicht endlich strategisch agiert.</em></p>
<p><em>Von Prof. Dr. Michael Hüther und Dr. Simon Gerards Iglesias</em></p>
<p>Mit dem jüngst ausgehandelten Handelsdeal zwischen den USA und der EU haben sich die ehemaligen Garanten der Welthandelsordnung nach 1945 endgültig von einer regelbasierten Globalisierung verabschiedet, die auf Meistbegünstigung, Reziprozität, Transparenz und Liberalisierung beruhte. Immer klarer wird, dass anstelle eines für alle Seiten vorteilhaften freien und multilateralen Austausches von Waren und Kapital, ein nach innen gerichteter und sicherheitspolitisch begründbarer und zunehmend auf bilaterale Beziehungen beruhender Handel tritt. Die Geopolitik dominiert die Geoökonomie.</p>
<p>Der Deal beinhaltet neben einem neuen Zollregime auch die Ankündigung, dass die EU ihre Energieimporte aus den USA bis 2027 auf jährlich 250 Milliarden US-Dollar steigert und zudem bis 2029 Direktinvestitionen in Höhe von 550 Milliarden Euro tätigt. Ungeachtet der Tatsache, dass diese Aufgaben – insbesondere die Investitionsentscheidungen – bei den europäischen Unternehmen liegen, bestehen Zweifel am tatsächlichen Bedarf für die EU an importierter Energie (v.a. Öl- und Gaslieferungen), deren Wert im Jahr 2024 insgesamt bei 384 Milliarden US-Dollar lag, wobei der Wert der US-Lieferungen bei rund 66 Mrd. US-Dollar lag – einem Viertel der Zielmenge.</p>
<blockquote><p>&#8220;Eine engere Kooperation mit Kanada kann für Europa hilfreich sein.&#8221;</p></blockquote>
<p>Die USA bleiben wirtschaftlich und vor allem militärisch sowie sicherheitspolitisch ein unabdingbarer Partner für die EU, die viel stärker als bisher Anstrengungen unternehmen muss, sich von dieser Abhängigkeit zu lösen. Dabei kann eine engere Kooperation mit Kanada hilfreich sein. Ein Land, das besonders Ziel Donald Trumps Expansionismus ist und seinerseits eine starke wirtschaftliche Abhängigkeit von den Vereinigten Staaten hat.</p>
<p><strong>Rohstoffland Kanada</strong></p>
<p>Mit den USA teilt sich Kanada eine 8.900 km lange Landgrenze, dazu besteht ein Handelsabkommen, was zu einer erheblichen wirtschaftlichen Verflechtung der nordamerikanischen Volkswirtschaften geführt hat (Bsp. Automobilbranche). Das USMCA-Abkommen – das auf Betreiben von Trump seit 2020 das NAFTA-Abkommen ersetzt – schützt den Großteil der gehandelten Güter (95%) vor neu erhobenen Zöllen, die Trump gegen den nördlichen Nachbarn verhängt hat (Hughes, 2025).</p>
<p>[related] Kanada ist ein rohstoffreiches Land. Ein Fünftel der Exporte sind kritische Mineralien und Metalle, darunter befinden sich Aluminium, Kupfer, Nickel, Platin, oder Zink. Mehr als die Hälfte dieser Exporte geht in die USA, dahinter folgen China, UK, Japan und die EU. Nicht zuletzt aufgrund der weltweit größten, aber noch unerschlossenen Reserven an Seltenen Erden gerät Kanada ins Visier der Großmachtrivalität, die sich zunehmend im Zugriff auf und der Kontrolle über kritische Rohstoffe niederschlägt. Zwischen der EU und Kanada besteht seit 2016 ein ausgehandeltes Handelsabkommen, das allerdings immer noch nicht von allen Staaten der EU ratifiziert wurde. Im Kontext des <em>Critical Raw Materials Act</em> besteht eine strategische Partnerschaft, die Unternehmen dazu bewegen soll, Rohstoffe vermehrt in Europa und Nordamerika zu beschaffen (Carry, 2024).</p>
<p><strong>Europas fatale Rohstoffabhängigkeit </strong></p>
<p>Mit dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine ist Europas Abhängigkeit von importierten Rohstoffen stärker ins politische Bewusstsein gerückt. Begriffe wie <em>strategische Autonomie, Friendshoring</em> und <em>Resilienz </em>sind inzwischen zentrale Kategorien der Außenwirtschaftspolitik. Besonders die Abhängigkeit von Seltenen Erden aus China gilt inzwischen als politischer Allgemeinplatz. Dennoch zeigt sich bei deutschen und europäischen Unternehmen bislang kaum eine Diversifizierung, vor allem nicht bei kritischen Rohstoffen (Becker, 2025).</p>
<p>Das Bild ist ambivalent. Abbildung 1 verdeutlicht den Anteil Kanadas an den gesamten EU-Importen sowie an den weltweiten Exporten ausgewählter Rohstoffe im Jahr 2024. Ausgewählt wurden Kanadas bedeutendste Exportrohstoffe. So lässt sich vergleichen, bei welchen Rohstoffimporten der EU Kanada über- oder unterrepräsentiert ist. Bei Uran-Komponenten, Nickelerzen, Eisenerzen, Arsen, Edelmetallen und Zink liegt der Anteil Kanadas an den EU-Importen deutlich über dem Weltmarktanteil Kanadas; bei Molybdän ist er nahezu gleich. Bei Erdöl, Kupfer, Grafit, Feldspat und anderen Seltenen Erden ist Kanada hingegen stark unterrepräsentiert als Lieferant für die EU. Unter diesen letztgenannten Rohstoffen finden sich zahlreiche, die von der EU-Kommission als „kritisch“ eingestuft werden und die für die grüne Transformation (Batterien, Windkraft, Stahlproduktion) sowie die strategische Autonomie (Elektroindustrie, Halbleiter, Luft- und Raumfahrt) von zentraler Bedeutung sind.</p>
<p>Die Gründe für diese Unterschiede liegen hauptsächlich darin, dass bei den meisten Rohstoffen ein Monopson besteht, d. h., ein Hauptabnehmerland dominiert den Handel mit diesen Rohstoffen. In den meisten Fällen ist dies die USA (z.B. Nickel, Arsen, Feldspat, Grafit), jedoch im Falle der Kategorie „Andere Erze und Konzentrate“, worunter die Seltenen Erden fallen, gelangen 99 Prozent der kanadischen Exporte nach China. China ist an den größten kanadischen Minenkonzernen mehrheitlich beteiligt und kontrolliert ebenso die Weiterverarbeitung, im Land, sodass die vollständige Kontrolle über die Lieferkette und den Rohstoffpreis bei China liegt (Carry, 2024). Über 90 Prozent der Weiterverarbeitungstechnologien der Seltenen Erden weltweit (Magnete, Spezialkeramiken und Legierungen) werden von China kontrolliert. Bei Lithium und Kobalt sind es 60 bis 70 Prozent (Public Policy Forum, 2025), so dass sich diese Technologiemacht auch auf Auslandsmärkte erstreckt. Das Beispiel Kanada zeigt, dass China seine Dominanz im Markt für Schlüsseltechnologien auch in anderen Ländern festigt und die Diversifizierung für Europa deutlich erschwert.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="wp-image-71681 alignnone" src="https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/Graphik_Rohstoffe_Kanada.jpg" alt="" width="535" height="357" srcset="https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/Graphik_Rohstoffe_Kanada.jpg 908w, https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/Graphik_Rohstoffe_Kanada-749x500.jpg 749w" sizes="auto, (max-width: 535px) 100vw, 535px" /></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Direktinvestitionen werden zur geopolitischen Waffe</strong></p>
<p>Kanada verfügt über große Reserven an kritischen Rohstoffen, die noch unerschlossen, aber wirtschaftlich nutzbar sind. Dafür ist das Land auf Direktinvestitionen angewiesen, 40-45 Prozent der Investitionen im Bergbau in Kanada stammen aus dem Ausland (Leach et al., 2025). China investiert seit der Corona-Pandemie deutlich stärker als zuvor in den kanadischen Bergbau und ist seit 2021 mit Abstand der größte Investor. Nahe 50 Prozent aller neuen FDI-Aktivitäten im kanadischen Bergbau stammten 2024 aus China, dahinter liegen die USA mit 30 Prozent. Auf Europa entfallen nur noch 13 Prozent (Statistics Canada). Zwischen 2014 und 2019 war Europa der größte ausländische Investor im kanadischen Bergbau, dies hat sich dramatisch geändert.</p>
<p><strong>EU und Kanada sind natürliche Partner </strong></p>
<p>Um im Kampf der Großmächte zwischen den USA und China an Eigenständigkeit zu gewinnen und eine dritte Alternative zu bieten, müssen die EU und Kanada ihre Partnerschaft intensivieren. Kanada hat zuletzt strengere Vorschriften für Direktinvestitionen erlassen, insbesondere für chinesische Unternehmen (Borgers et al., 2025), sieht aber noch immer die USA als wichtigsten Partner an. Doch die zunehmenden expansionistischen Interessen der USA widersprechen dem kanadischen Weg, der Menschenrechten (Indigenous Rights) und grüner Nachhaltigkeit (Sustainable Critical Minerals Alliance) eine große Bedeutung beimisst. Die EU kann hierbei punkten, sollte aber auch bereit sein, auf Maximalforderungen bei internationalen Abkommen zu verzichten. Die Kritik an CETA entzündete sich immer wieder an den Schiedsgerichten, die jedoch für transnationale Investitionen zentral sind, zumal im hochrisikoreichen Bergbau. Die immer noch ausstehenden CETA-Ratifikationen in einigen Ländern sollten eine Mahnung sein. Die EU muss ihren Anspruch, weltweiter Standardsetzer zu sein, geostrategischen Überlegungen unterordnen. Nur so wird es eine Chance geben, technologisch und wirtschaftlich zur Weltspitze zu gehören.</p>
<p><em>Zu den Autoren:</em></p>
<p><em><a href="https://www.iwkoeln.de/institut/personen/michael-huether.html">Prof. Dr. Michael Hüther</a> ist Direktors des <a href="https://www.iwkoeln.de/">Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) in Köln</a> und stellvertretender Vorsitzender der Atlantik-Brücke. <a href="https://www.iwkoeln.de/institut/personen/simon-gerards.html">Dr. Simon Gerards Iglesias</a> ist persönlicher Referent des Direktors am IW. Der vorliegende Beitrag erschien zuerst als IW-Kurzbericht.</em></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class=" wp-image-67720" src="https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/michael-huether-scaled-e1740130524555-500x500.webp" alt="" width="150" height="150" /></p>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-71680" src="https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/csm_Gerards-Iglesias-Dr.-Simon_d27ad3f571.webp" alt="" width="150" height="150" /></p>
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<p><strong>Literatur</strong></p>
<p>Becker, Markus, 2025, Rohstoffabhängigkeit von China bedroht EU-Wirtschaft, <a href="https://www.spiegel.de/wirtschaft/seltene-erden-rohstoff-abhaengigkeit-von-china-bedroht-eu-wirtschaft-a-a0f210e6-983f-4dcc-865d-3ae8bfd69d7f?giftToken=0b2c997a-2065-4760-930d-1970fb89318c">https://www.spiegel.de/wirtschaft/seltene-erden-rohstoff-abhaengigkeit-von-china-bedroht-eu-wirtschaft-a-a0f210e6-983f-4dcc-865d-3ae8bfd69d7f?giftToken=0b2c997a-2065-4760-930d-1970fb89318c</a>  [13.08.2025]</p>
<p>Borgers, Oliver / Gudofsky, Jason / Kwinter, Gideon / Keogh, Erin, 2025, Foreign direct investment reviews 2025: Canada, <a href="https://www.whitecase.com/insight-our-thinking/foreign-direct-investment-reviews-2025-canada">https://www.whitecase.com/insight-our-thinking/foreign-direct-investment-reviews-2025-canada</a> [13.08.2025]</p>
<p>Carry, Inga, 2024, Rohstoffpartner Kanada: ein (nahe-zu) perfekter Match. Die europäisch-kanadische Rohstoffkooperation in Zeiten des Friendshoring, SWP-Aktuell, Nr. 27</p>
<p>Government of Canada, 2024, Mineral Trade, <a href="https://natural-resources.canada.ca/maps-tools-publications/publications/mineral-trade#tbl3">https://natural-resources.canada.ca/maps-tools-publications/publications/mineral-trade#tbl3</a>, [13.08.2025]</p>
<p>Hughes, Abby, 2025, The U.S. bumped its tariff on Canadian goods to 35%. How big of an impact will it have?, <a href="https://www.cbc.ca/news/business/what-in-canada-is-subject-to-35-per-cent-tariff-1.7600029">https://www.cbc.ca/news/business/what-in-canada-is-subject-to-35-per-cent-tariff-1.7600029</a> [13.08.2025]</p>
<p>Leach, Cynthia et al., 2025, Critical Capital: How Canada can tap foreign investment for its mineral riches, <a href="https://www.rbc.com/en/thought-leadership/uncategorized/thought-leadership/critical-capital-how-canada-can-tap-foreign-investment-for-its-mineral-riches/">https://www.rbc.com/en/thought-leadership/uncategorized/thought-leadership/critical-capital-how-canada-can-tap-foreign-investment-for-its-mineral-riches/</a> [13.08.2025]</p>
<p>Public Policy Forum, 2025, How Canada could quickly develop critical materials, LINK [08.08.2025]</p>
<p>Statistics Canada, 2025, International Investment Position, <a href="https://ppforum.ca/policy-speaking/how-canada-could-quickly-develop-critical-minerals/">https://ppforum.ca/policy-speaking/how-canada-could-quickly-develop-critical-minerals/</a> [13.08.2025]</p>
<p>Statistics Canada, 2025, International Investment Position, <a href="https://www150.statcan.gc.ca/t1/tbl1/en/tv.action?pid=3610000801">https://www150.statcan.gc.ca/t1/tbl1/en/tv.action?pid=3610000801</a> [13.08.2025]</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/kanada-im-visier-der-grossmaechte-welche-optionen-verbleiben-fuer-die-eu/">Kanada im Visier der Großmächte</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
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		<item>
		<title>Kanadas neuer Blick auf die USA</title>
		<link>https://www.atlantik-bruecke.org/kanadas-neuer-blick-auf-die-usa/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[b.wild]]></dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Jul 2025 12:31:47 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Gesellschaft & Demokratie]]></category>
		<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Sub-Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Donald Trump]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Unser Autor hat sich in Kanada umgesehen, wie sich der Blick auf den Nachbarn USA seit der Trump-Präsidentschaft verändert hat. </p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/kanadas-neuer-blick-auf-die-usa/">Kanadas neuer Blick auf die USA</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p><em>Die Beziehungen zwischen Kanada und den USA sind durch Trumps Handelskrieg, Beleidigungen und Annexionsgelüste zerrüttet. Unser Autor hat sich in Kanada umgesehen, wie sich der Blick auf den Nachbarn seither verändert hat.</em></p>
<p><em>Von Gerd Braune, Ottawa</em></p>
<p>„We miss you“, sagt Maggie Hassan, demokratische US-Senatorin von New Hampshire. „ihr fehlt uns“. Sie wendet sich an die Kanadierinnen und Kanadier, die in diesen Tagen alles ihnen Mögliche tun, um ihre Abneigung gegen die USA zu artikulieren: Vom Boykott von US-Produkten in Supermärkten bis hin zum Verzicht auf Reisen in die USA für Einkäufe oder Urlaub. New Hampshire ist einer der Grenzstaaten im Nordosten der USA, die unter den Animositäten zwischen den einst so eng befreundeten Nachbarländern leiden. Sie wisse, dass die gegenwärtige „Instabilität in unseren Beziehungen“ Kanadier veranlasst hat, Reisen zu beliebten Tourismuszielen in den USA abzusagen. „Aber wir hoffen, dass ihr zurückkehrt.“</p>
<p>Von Freundschaft und Vertrauen zwischen den USA und Kanada kann in diesen Monaten seit Donald Trumps zweiter Amtseinführung nicht die Rede sein. Als Ontarios konservativer Premier Doug Ford anordnete, dass aus den Regalen des Liquor Control Board of Ontario (LCBO) Wein und Whisky aus den USA verschwinden sollten, erntete er dafür Applaus. So denkt auch Sergii, der sich die Auswahl an Ontario-Wein in einem LCBO-Laden in Ottawa ansieht. „Wir unterstützen unsere Weinbaubetriebe, Brauereien und Destillerien. Die Regale sind voll“ – auch ohne US-Produkte.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Geografie hat uns zu Nachbarn gemacht, Geschichte machte uns zu Freunden, Wirtschaft machte uns zu Partnern&#8221; (John F. Kennedy)</p></blockquote>
<p>Die Geografie hat uns zu Nachbarn gemacht, Geschichte machte uns zu Freunden, Wirtschaft machte uns zu Partnern – so hatte John F. Kennedy die US-Kanada-Beziehungen in seiner Rede im kanadischen Parlament 1961 beschrieben. Das ist Vergangenheit, vergangenes Jahrtausend. Trumps Gerede von Kanada als dem 51. Bundesstaat der USA und seine Herabwürdigung des bis März amtierenden Premierministers Justin Trudeau zum „Governor“ hat in Kanada Verärgerung und Wut ausgelöst. Der Newsletter Intelligencer des Magazins New York notiert: „Die Kanadier sind wütend. Trump erreichte, was einst unmöglich schien: Unsere nördlichen Nachbarn haben sich gegen uns vereint.“</p>
<h4>Resentiments herrschen beiderseits der Grenze</h4>
<p>[related] Diese Verärgerung dokumentieren die Statistiken für grenzüberschreitende Reisen von Kanadierinnen und Kanadiern seit Anfang des Jahres. Im Mai 2025 wurden 32 Prozent Reisen weniger gezählt als im Vorjahr. Es war der fünfte Monat mit rückläufigen Zahlen in Folge, während die Zahl kanadischer Reisen nach Übersee fast neun Prozent höher war als im Mai 2024. Dies spüren vor allem US-Staaten nahe der Grenze zu Kanada. Allerdings reisen auch weniger US-Amerikaner nach Kanada. Resentiments herrschen beiderseits der Grenze. In Kanada spürt das die Niagara-Region, der Schwund bei US-Touristen wird allerdings offenbar durch höhere Besucherzahlen aus Übersee ausgeglichen.</p>
<p>Viele Kanadier, urteilt die Zeitung <em>Globe and Mail</em>, empfänden einen Grenzübertritt zu den USA als Bedrohung ihrer Rechte und Würde. Für sie sei es nicht mehr „selbstverständlich, dass ihr Nachbar im Süden ein Land der Rechtsstaatlichkeit ist“. Die Boykotte der Kanadier bestärken Trump offenbar in seiner Einschätzung Kanadas als „nasty“, also scheußlich oder unangenehm. Das sagte US-Botschafter Pete Hoekstra bei einer Konferenz im US-Bundesstaat Washington. Dies sende keine „positiven Signale, dass Kanada die USA gut behandelt“, lamentierte er. British Columbias Premier David Eby kommentierte dies mit den Worten, die meisten Kanadier seien stolz darauf als „nasty“ bezeichnet zu werden, wenn sie für ihre Souveränität und Volkswirtschaft einträten.</p>
<h4>Die Attacken Trumps haben in Kanada nationale Gefühle wie noch nie ausgelöst</h4>
<p>Die Attacken Trumps und sein Handelskrieg mit hohen Zöllen auf Automobile und Metalle wie Stahl und Aluminium haben in Kanada nationale Gefühle wie noch nie ausgelöst. Verbunden mit dem im März vollzogenen Rücktritt von Trudeau hatten sie zu einer Wiederbelebung der totgeglaubten Liberalen Partei und zum Aufstieg des früheren Notenbankchefs Mark Carney zum Regierungschef geführt. Mit seinem Versprechen, Trump Kontra zu bieten, und der Kampagne „Elbows up“ und „Gloves off“, Begriffe, die für Härte im kanadischen Nationalsport Eishockey stehen, führte er seine Liberale Partei in den vorgezogenen Neuwahlen Ende April zur stärksten Partei und hielt sie in der Regierungsverantwortung.</p>
<p>Trump hat auf persönliche Attacken auf Carney verzichtet, aber nicht seinen Kurs gegenüber dem Nachbarland geändert. Gegenwärtig versucht Kanada, eine Vereinbarung mit den USA zu erreichen, um hohe Strafzölle von 35 Prozent auf Exporte in die USA, die nicht unter das Freihandelsabkommen CUSMA mit den USA und Mexiko fallen, zu verhindern. Trump hatte im Frühjahr Zölle von 25 Prozent angeordnet und Kanada hatte darauf mit Gegenzöllen von 25 Prozent auf Güter im Wert von 30 Milliarden Can-Dollar reagiert. Zum 1. August wollen die USA ihre Zölle auf 35 Prozent erhöhen. Was oft übersehen wird: der größte Teil des kanadischen Exporte in die USA könnte weiterhin von Zöllen ausgeschlossen bleiben, da sie unter die CUSMA-Regeln fallen.</p>
<h4>„Pessimismus und Zorn“ sind die vorherrschenden Gefühle in Kanada gegenüber den USA</h4>
<p>Dass es gelingen wird, Zölle völlig zu verhindern, glaubt auch Carney nicht. Ein in den Augen vieler Kanadier fragwürdiges Entgegenkommen hatte Carney gezeigt, als er auf Druck von Trump Anfang Juli die Digital Services Tax, die unter Trudeau beschlossen, aber noch nicht in Kraft war, zurücknahm. Wie weit Kanada mit Gegenreaktionen gehen kann, ist umstritten. Ontarios Premier Doug Ford plädiert für Härte. Er fordert, Strafzölle „Dollar für Dollar“ mit Gegenzöllen zu beantworten. „Es gibt eins, was Präsident Trump versteht. Es ist Stärke. Er wird wie ein Zementlaster über uns rollen, wenn wir eine Unze Schwäche zeigen.“ Andere Provinz-Premiers, darunter auch Eby, mahnen einen vorsichtigeren Kurs an, weil Gegenzölle immer auch Kanadas Wirtschaft schaden. Der kanadische Publizist Paul Wells sieht Kanadas „Elbows up“ schon auf Halbmast und ein Ermatten des kanadischen Enthusiasmus Härte zu demonstrieren.</p>
<p>„Pessimismus und Zorn“ sind nach Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Nanos Research die vorherrschenden Gefühle in Kanada gegenüber den USA. 34 Prozent beschrieben Anfang Juli ihre Gefühle gegenüber den US-Amerikanern als „pessimistisch“, 24 Prozent mit „Ärger“ (anger). 17 Prozent sind desinteressiert, nur knapp über 21 Prozent äußerten positive Gefühle wie Optimismus und Zufriedenheit.</p>
<p>„Vor allem das Gerede über Kanada als 51. US-Staat hat die Kanadier beleidigt“, sagt Nik Nanos, Chef des Meinungsforschungsinstituts Nanos Research und Vorsitzender der Atlantik-Brücke Canada. Es habe auch früher Differenzen gegeben, etwa in der Amtszeit von Präsident George W. Bush, aber nicht diesen Ärger. „Keine US-Administration hat so provozierende Dinge gegenüber Kanada gesagt“, sagt Nanos. Das Vertrauen zwischen beiden Staaten könne vielleicht wieder zurückkehren, „aber wie lange wird das dauern?“ Besonders angespannt war die Stimmung im Frühjahr, als „ein sehr aggressiver Trump“ Kanada mit Zöllen und Drohungen immer wieder attackierte und in Kanada unklar war, wer künftig das Land regieren wird. Jetzt unter Carney hat sich diese Spannung etwas gelegt. Zu einem gewissen Grad sind die Kanadier laut Nanos „desensitized“, abgestumpft. Denn „er (Trump) kann heute etwas sagen und am nächsten Tag etwas anderes.“</p>
<h4>Kanada und Europa sollten ihre Beziehungen intensivieren</h4>
<p>Auf denen Fall sieht Nanos nun die Herausforderung für Kanada und Europa, ihre Beziehungen zu intensivieren, und Kanadas Chance, die Abhängigkeit von den USA zu reduzieren. 85 Prozent sprachen sich dafür aus, Handelsbarrieren abzubauen und Kanadas Volkswirtschaft stärker mit der EU zu verbinden. „Es gibt eine starke Lizenz eine stärkere Beziehung zu Europa zu bauen“, sagt Nanos.</p>
<p>Brian Schmidt, Professor an der Carleton University in Ottawa, glaubt, dass Kanada darüber schockiert ist, wie sehr sich die USA gegen ihr Land gerichtet haben. „Sie versuchen vorsätzlich die kanadische Wirtschaft zu schädigen.“ Kanadier empfänden dies als Verrat angesichts der vielen Hilfen, die Kanada in den vergangenen Jahren gegeben habe. Schmidt erinnert an die kanadischen Feuerwehrleuten im Einsatz gegen Waldbrände in den USA und an die Hilfe nach den Terrorattacken vom September 2001. „Kanada war immer der Erste, der geholfen hat.“ Jetzt gebe es „eine Menge Animosität und Ärger“.</p>
<blockquote><p>&#8220;Die Attacke mit den Reden von Kanada als 51. US-Bundesstaat hat uns völlig unvorbereitet getroffen“</p></blockquote>
<p><img loading="lazy" decoding="async" class="alignleft wp-image-71246" src="https://www.atlantik-bruecke.org/app/uploads/Chocolatier-Stubbe_Foto_Gerd_Braune-500x500.jpg" alt="" width="250" height="250" /></p>
<p>Die Attacke mit den Reden von Kanada als 51. US-Bundesstaat und die Herabsetzung des Premierministers zum Governor „hat uns völlig unvorbereitet getroffen“. Zwischen den USA und Kanada bestehe angesichts des Größenunterschieds der Volkswirtschaften eine „asymetrische Beziehung“. „Trump sieht unsere Verwundbarkeit.“ Die USA sieht Schmidt auf einem Weg hin „zu einer Art faschistischen autoritären Staat“.</p>
<p>Einer, der in dieser Zeit der Trump-Attacken ein Signal setzen will, ist der deutschstämmige Chocolatier Heinrich Stubbe in Ottawa – mit Schokolade. „Kanada ist nicht zu verkaufen“ ist auf dunklen Schokoladetafeln mit weißer Schokolade geschrieben, oder „Elbows up“. „Ich musste etwas machen“, sagt er. Die Parolen zur Unterstützung von Kanada sprechen allen aus der Seele. „Dies sind Stellungnahmen, mit der sich alle, die Kanada lieben, identifizieren können.“ Er bietet die politische Schokolade in den offiziellen Landessprachen Englisch und Französisch sowie in Deutsch, Spanisch und Mandarin an. Stubbe will das süße kulinarische Bekenntnis zu Kanada im Sortiment halten, bis Trump „weg ist“.</p>
<p><em>Gerd Braune lebt seit 1997 in der kanadischen Hauptstadt Ottawa, um über das riesige Land in Nordamerika zu berichten. Braune studierte Politik- und Rechtswissenschaft in Trier und arbeitete danach für die Nachrichtenagentur AP als Hessen- und Rheinland-Pfalz-Korrespondent und von 1992 bis 1997 als Nachrichtenredakteur bei der Frankfurter Rundschau.</em></p>
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		<title>The Potential of a German-Canadian Partnership in Energy Security and Energy Transition</title>
		<link>https://www.atlantik-bruecke.org/the-potential-of-a-german-canadian-partnership-in-energy-security-and-energy-transition/</link>
		
		<dc:creator><![CDATA[Atlantic Bridge]]></dc:creator>
		<pubDate>Fri, 03 Mar 2023 08:52:53 +0000</pubDate>
				<category><![CDATA[Kanada]]></category>
		<category><![CDATA[Subsub-Featured]]></category>
		<category><![CDATA[Wirtschaft & Innovation]]></category>
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					<description><![CDATA[<p>Pete Guthrie, Energieminister der ressourcenreichen kanadischen Provinz Alberta sprach über die Herausforderungen für die globale Energieversorgung und die Vertiefung einer deutsch-kanadischen Energiepartnerschaft.</p>
<p>Der Beitrag <a href="https://www.atlantik-bruecke.org/the-potential-of-a-german-canadian-partnership-in-energy-security-and-energy-transition/">The Potential of a German-Canadian Partnership in Energy Security and Energy Transition</a> erschien zuerst auf <a href="https://www.atlantik-bruecke.org">Atlantik-Brücke e.V.</a>.</p>
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										<content:encoded><![CDATA[<p>With Russia’s invasion of Ukraine, the issue of energy has become more central than ever to global security dialogues. Recognizing the need for reliable partners who share similar values, the German government has turned to Canada to establish an energy partnership. Having the fourth largest oil and gas reserves in the world and being the sixth largest oil producer in the world, Alberta accounts for 82 percent of Canada’s oil production and 62 percent of Canada’s natural gas production, underscoring its importance within the Canadian energy system. At the same time, a resilient and lasting partnership can only be established when looking beyond short-term energy supply and addressing questions of sustainability, as well.</p>
<p>To take stock of the current global energy system, discuss the future of a German-Canadian partnership in energy security and sustainability, and assess Alberta’s unique role in particular, Atlantik-Brücke convened a roundtable featuring Pete Guthrie, Alberta’s Minister of Energy, Grant Sprague, Alberta’s Deputy Minister of Energy, Jerry Bellikka, Chief of Staff, Klaus Büttner, Managing Director of Alberta United Kingdom Office, and Julia Friedlander, CEO of Atlantik-Brücke.</p>
<h4>Status Quo</h4>
<p>Russia’s war on Ukraine revealed the deep dependencies inherent to global energy markets. Inflationary pressure continues to impact consumers on both sides of the Atlantic. With Canada being the fourth largest producer of oil and the sixth largest producer of natural gas in the world and Alberta being the country’s largest oil and gas producer, the province has the potential to be a key piece in the puzzle of replacing Russian energy sources. Central to the province’s strategy in providing a reliable stream of energy to customers in Canada and abroad is supplying energy while keeping in mind a multitude of environmental and social standards, like its carbon footprint and responsibilities to indigenous populations. This year, Alberta will be closing its last coal plant. Renewable energy currently makes up 20 percent of the province’s electricity mix. Alberta is committed to meet Canada’s federal emission reduction targets for 2030 and 2050, but a reliable base load of electricity is needed. Given these circumstances, Minister Guthrie called for pragmatism and described finding a balance between affordability and sustainability as the key goal for future energy sector strategies.</p>
<h4>Emission Reduction Technology</h4>
<p>As the largest producer of hydrogen in Canada, Alberta produces around 2.4 million tons of hydrogen annually. Alberta has developed a hydrogen roadmap to provide steady supply for provincial and global markets. Closely connected to the development of hydrogen as an energy source, the provincial government wants the exploration of Carbon Capture, Utilization and Storage (CCUS) technologies to be a part of that strategy. There are currently two large-scale CCUS projects in Alberta. The Shell Quest Project situated near Edmonton which was opened in 2015 and the Alberta Carbon Trunk Line operating since 2019. Participants discussed the role of industry and government regulation to further emission reduction technologies. In this context, Minister Guthrie views industry as innovators that drive technological development and underlines the need to plan more collaboratively with industry and think tanks to achieve climate goals.</p>
<h4>Infrastructure and Transport as Main Challenge</h4>
<p>Aligning policy priorities of Alberta’s conservative provincial government with those of a liberal-led federal government poses challenges within the energy sector. While the federal government currently pushes for the development of green hydrogen, Alberta wants to focus on all available energy resources. According to Minister Guthrie, Alberta cooperates closely with British Columbia in the west and Manitoba and Saskatchewan in the east to establish energy corridors to move Liquified Natural Gas (LNG) among others. Common ground with the federal government could be found in tackling the lack of infrastructure to simplify Alberta’s access to national and global markets and transport of resources to customers. Here, the federal government could support Alberta in terms of energy grid, pipeline and railway infrastructure.</p>
<h4>A Partnership Based on Shared Values</h4>
<p>When asked about Chinas influence on the Albertan energy sector, Minister Guthrie referred to the example of the light metal Lithium, an indispensable component of any battery which plays a key role in sustainable transport and energy concepts. The market is dominated by Chinese companies and even though the raw material is available in Alberta in great quantities, there is little possibility to circumvent China in the supply chain. This case exemplifies an underlying reoccurring problem in global supply chains where business decisions are above all based on price points. Against this backdrop, participants agreed that shared standards and values should weigh more heavily into the choice of suppliers. Applied to the energy sector, this approach has the potential to catalyze existing strong German-Canadian relations into a stable and sustainable energy partnership.</p>
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