Diese Veranstaltung richtet sich an Mitglieder der Atlantik-Brücke und an das Female Network der Atlantik-Brücke. Hier anmelden.
Der demokratische Diskurs lebt von der offenen Auseinandersetzung unterschiedlicher Positionen, dem Wettbewerb um die besten Ideen und der Bereitschaft, über umstrittene Themen respektvoll miteinander zu diskutieren. Politische und gesellschaftliche Diskussionen scheinen jedoch zunehmend polarisiert zu verlaufen, Positionen verhärten sich, und der Raum für differenzierte Argumente scheint kleiner zu werden. Verstärkt wird diese Dynamik durch soziale Medien, die durch die Verbreitung von Desinformation die öffentliche Debatte zusätzlich belasten. Als Folge dessen gerät das Vertrauen in staatliche Institutionen, politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger und traditionelle Medien in vielen liberalen Demokratien ins Wanken.
Gemeinsam mit Bundesministerin Karin Prien möchten wir über die Debattenkultur in Deutschland sprechen und der Frage nachgehen, worauf die Zuspitzung politischer Debatten zurückzuführen ist und wie wir gegensteuern können. Wo endet legitimer politischer Streit, und wo beginnt eine Form der Auseinandersetzung, die dem demokratischen Diskurs schadet? Welche Verantwortung tragen staatliche Institutionen und politische Akteure für die Zuspitzung politischer Debatten, und wie können sie verlorenes Vertrauen zurückgewinnen? Warum sehen sich vor allem Frauen häufig einer schärferen Beobachtung ausgesetzt und welche Rolle spielt Gleichstellungspolitik für die demokratische Kultur?
