China ist wirtschaftlich, technologisch und sicherheitspolitisch zu einem zentralen Faktor der internationalen Ordnung geworden. Unter Xi Jinping hat die Volksrepublik ihren globalen Gestaltungsanspruch ausgeweitet. Zugleich prägt der strategische Wettbewerb mit den USA zunehmend die Handels-, Technologie- und Sicherheitspolitik. Europa steht damit vor der Frage, wie es wirtschaftliche Interessen, politische Werte und sicherheitspolitische Risiken gegenüber Peking austariert, ohne neue Abhängigkeiten zu schaffen oder die transatlantische Partnerschaft aus dem Blick zu verlieren.
Im Mittelpunkt der Diskussion stehen Chinas politische und wirtschaftliche Veränderungen unter Xi Jinping sowie die Auswirkungen seines Macht- und Führungsverständnisses auf den innen- und außenpolitischen Kurs. Zudem wird die strategische Annäherung zwischen Peking und Moskau sowie ihre Bedeutung für die internationale Ordnung beleuchtet. Gemeinsam diskutieren wir, welche strategischen Schlussfolgerungen sich daraus für Deutschland, Europa und die transatlantische Partnerschaft ergeben.
Unser Referent Adrian Geiges kennt China aus langjähriger eigener Anschauung. Er lebte rund zehn Jahre in China, berichtete als Asien-Korrespondent des stern aus Peking und baute als Geschäftsführer das chinesische Zeitschriftengeschäft von Gruner + Jahr auf. Zuvor arbeitete er als Korrespondent in Moskau. Gemeinsam mit Stefan Aust veröffentlichte er die Biografie „Xi Jinping – der mächtigste Mann der Welt“. Sein 2024 erschienenes Buch „Front gegen die Freiheit. Peking, Moskau und ihre Komplizen in aller Welt“ untersucht die chinesisch-russischen Beziehungen und ihre internationalen Folgen. In seinem Impuls wird Geiges persönliche Beobachtungen mit einer Analyse der Politik Xi Jinpings verbinden und zur Diskussion stellen, welche strategischen Schlussfolgerungen sich daraus für Deutschland, Europa und die transatlantische Partnerschaft ergeben.