Anlässlich der US-Zwischenwahlen am 3. November untersucht das neue Paper des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) die wirtschaftspolitische Bilanz von US-Präsident Donald Trump.
Von Daniel Muncaster, Thomas Obst und Samina Sultan
Im Mittelpunkt stehen drei Säulen seiner Politik: Steuersenkungen und eine expansive Fiskalpolitik, unilaterale Zölle sowie die Stärkung des heimischen Verarbeitenden Gewerbes und die Förderung von KI-Investitionen. Die Analyse betrachtet, wie sich diese Maßnahmen auf US-Außenhandel, ausländische Direktinvestitionen, Staatsverschuldung sowie Wachstum und Arbeitsmarkt auswirken.
Das Ergebnis fällt ernüchternd aus: Das US-Warenhandelsdefizit ist trotz der Zölle nicht nachhaltig gesunken, ausländische Direktinvestitionen gingen 2025 zurück, und die Staatsverschuldung überschritt erstmals 40 Billionen US-Dollar. Zwar wächst die US-Wirtschaft weiter robust. Doch es entstehen weniger neue Arbeitsplätze als unter der Vorgängerregierung: Im Schnitt entstanden nur rund 10.000 neue Stellen pro Monat, 2023 waren es noch rund 200.000.
Die Midterms dürften vor allem am Zollkurs wenig ändern. Für deutsche und europäische Unternehmen bleibt die Unsicherheit in den transatlantischen Wirtschaftsbeziehungen daher voraussichtlich bestehen.
Den ganzen Bericht finden Sie hier.
Zu den Autoren: Daniel Muncaster ist Referent am Institut der deutschen Wirtschaft (IW). Dr. Thomas Obst ist Senior Economist für Auslandskonjunktur und gesamtwirtschaftliche Analysen am IW. Dr. Samina Sultan ist Senior Economist für Europäische Wirtschaftspolitik und Außenhandel am IW.
