Laut dem World Press Freedom Index (WPFI) von Reporter ohne Grenzen verzeichnen die USA nach einem Jahrhundert schrittweiser Ausweitung der Pressefreiheit erstmals einen deutlichen Rückgang. Diese Entwicklung werde insbesondere durch die zweite Amtszeit von US-Präsident Donald Trump verschärft. Zu den genannten Faktoren zählen Konzentrationsprozesse in der Medienstruktur, Angriffe auf die Unabhängigkeit der Justiz sowie wachsender Druck auf Universitäten. Welche Auswirkungen hat der Rückgang der Pressefreiheit auf demokratische Entscheidungsprozesse? Inwiefern schwindet dadurch das Vertrauen der Bevölkerung in staatliche Institutionen? Welchen Einfluss haben wirtschaftliche Faktoren auf die Pressefreiheit?
Gemeinsam mit Elmar Theveßen, Leiter des ZDF-Studios Washington, möchten wir über die Entwicklung der Presse- und Meinungsfreiheit in den USA diskutieren. Theveßen ist seit 1991 für das ZDF tätig und war von Juni 2007 bis Februar 2019 stellvertretender Chefredakteur sowie Leiter der Hauptredaktion Aktuelles. Bereits zwischen 1995 und 2001 berichtete er als Korrespondent aus dem ZDF-Studio in Washington über Nordamerika. Er studierte Politische Wissenschaft, Geschichte und Germanistik in Bonn sowie Foreign Policy und Journalism an der American University in Washington.