Zeitenwende und Welt(un)ordnung. Das Ende der liberalen Illusion?
Regionalgruppe Frankfurt

Zeitenwende und Welt(un)ordnung. Das Ende der liberalen Illusion?

Peter Neumann

Freitag, 21. August 2026
12:30 - 14:00 Uhr

Frankfurt am Main

Der russische Angriff auf die Ukraine gilt für viele als Wendepunkt der Geschichte, der eine „Zeitenwende“ in vielen europäischen Staaten einläutete. Tatsächlich zeichneten sich die Umbrüche der internationalen Ordnung bereits zuvor ab: Neue Machtzentren entstehen, autoritäre Staaten gewinnen an Einfluss und sicherheitspolitische Gewissheiten gelten nicht länger. Die gegenwärtige Weltlage ist also vielmehr das Ergebnis langfristiger geopolitischer Entwicklungen, deren Wurzeln bis zu den Umbrüchen nach dem Ende des Kalten Krieges zurückreichen. Welche Faktoren prägen die geopolitische Realität heute und ist die liberale Weltordnung gescheitert?

Gemeinsam mit Prof. Dr. Peter Neumann, Director am International Centre for the Study of Radicalisation and Political Violence des King’s College London, möchten wir über die neue Welt(un)ordnung und die daraus erwachsenden Folgen für Deutschland und Europa diskutieren. Neumann begann seine berufliche Laufbahn als freier Radiojournalist, bevor er ans King’s College London wechselte. 2008 gründete er dort das International Centre for the Study of Radicalisation (ICSR), das er bis 2018 als Direktor leitete. Er war Gastprofessor u.a. an der Georgetown University und verfasste mehrere Bestseller.