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20. Expertengespräch mit dem U.S. European Command

„The shift in U.S. security strategy – What is left for the transatlantic partnership in a ‘Pacific Age’?” – diese Frage beschäftigte die Teilnehmer des 20. Treffens der Atlantik-Brücke mit dem U.S. European Command. Rund 40 hochrangige Gäste aus Militär, Politik, Wirtschaft und den Medien kamen am 24. Januar 2012 in das Berliner Magnus-Haus, um in vertraulicher Runde mit Admiral James G. Stavridis, dem Commander des U.S.-European Command und Supreme Allied Commander Europe der NATO und General Volker Wieker, Generalinspekteur der Bundeswehr, über die Zukunft der transatlantischen Verteidigungspartnerschaft zu diskutieren.

Admiral Stavridis betonte, dass das 21. Jahrhundert für die USA nicht nur pazifisch, sondern global geprägt sein wird. Aus der Sicht von Admiral Stavridis bedeutet die neue Fokussierung von Präsident Obama und Außenministerin Clinton auf den asiatisch-pazifischen Raum keine Ausrufung eines pazifischen Zeitalters. Der NATO-Oberbefehlshaber sieht uns viel mehr in einem „globalen Zeitalter“ und verweist neben der Bedeutung Asiens auf die wachsende (auch sicherheitspolitische) Rolle Lateinamerikas und Afrikas. Aufgrund der Wertegemeinschaft mit den USA, der bedeutenden Wirtschaft und der geostrategischen Lage sei Europa, so Stavridis, nach wie vor Amerikas wichtigster Partner. General Wieker fügte an, dass Deutschland und Europa angesichts der wachsenden Bedeutung Asiens und der Fokussierung Amerikas auf diese Region nun ihrerseits ihre eigene sicherheitspolitische Strategie dementsprechend ausrichten müssten, sowohl in Bezug auf die Gestaltung der Partnerschaft mit den USA, als auch mit Blick auf die Rolle Deutschlands und Europas weltweit.

Weitere Fragen, die die Gesprächsteilnehmer diskutierten, waren die Verbesserung der Zusam-menarbeit innerhalb der NATO, das Verhältnis der NATO zu Russland und Möglichkeiten, wie die NATO künftig flexibler auf unvorhergesehene Konflikte reagieren kann.

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