Ministerin Freeland mit Warburg-Preis geehrt

Die kanadische Außenministerin wurde für ihr großes Engagement um das europäisch-kanadische Handelsabkommen CETA ausgezeichnet.
09.12.2018

Im Rahmen eines feierlichen Dinners mit rund 280 hochrangigen Gästen wurde Kanadas Außenministerin Chrystia Freeland von der Atlantik-Brücke mit dem Eric-M.-Warburg-Preis geehrt. Die Ministerin wurde für ihr großes Engagement um das europäisch-kanadische Handelsabkommen CETA ausgezeichnet. Sie ist die erste Kanadierin, die den Warburg-Preis erhält, der für besondere Verdienste um die transatlantische Partnerschaft verliehen wird. Die Laudatio hielt Bundesaußenminister Heiko Maas.

[related]In seiner Begründung zur Wahl der Preisträgerin sagte Friedrich Merz, Vorsitzender der Atlantik-Brücke: „Mit CETA setzen Kanada und Europa gemeinsam ein Zeichen für transatlantische Kooperation und Multilateralismus. Ohne das herausragende Engagement von Chrystia Freeland wäre dieses wegweisende Abkommen nicht zustande gekommen.“ Max Warburg, Mitglied des Vorstands der Atlantik-Brücke und Sohn des Namensgebers des Preises Eric Warburg, verwies anlässlich der Preisverleihung nicht nur auf die politischen Errungenschaften Freelands, sondern auch auf ihre persönliche Integrität: „Chrystia Freeland ist in ihren moralischen Prinzipien unbeirrbar. Sie tritt auch mächtigen Gegnern couragiert entgegen und setzt sich für ihre Werte ein.“

Die Preisträgerin äußerte in ihrer Dankesrede: „Deutschland, die Europäische Union und das transatlantische Bündnis stehen seit mehr als 70 Jahren im Mittelpunkt der auf festen Regeln beruhenden internationalen Ordnung. Zusammen mit seinen europäischen Verbündeten verteidigt Kanada weiterhin die Werte, die uns wichtig sind, darunter Menschenrechte und Demokratie, und fördert darüber hinaus den freien und fairen Handel, was für die Wahrung des Friedens zwischen den Nationen notwendig ist. Was CETA betrifft, liefert das Abkommen wirtschaftliche Möglichkeiten auf beiden Seiten des Atlantiks und bekämpft gleichzeitig neue Bedrohungen durch den Protektionismus, die wir auf der ganzen Welt beobachten können.“

“Zusammen mit seinen europäischen Verbündeten verteidigt Kanada weiterhin die Werte, die uns wichtig sind.”[quoter]Chrystia Freeland[/quoter]

Bundesaußenminister Heiko Maas hob in seiner Laudatio hervor: „Chrystia Freeland hat die kanadische Außenpolitik zu einer ‘Marke‘ gemacht, die sich vom sonstigen diplomatischen Singsang klar und erkennbar abhebt. Sie hat das außenpolitische Handeln – insbesondere während der G7-Präsidentschaft – auf klare Prioritäten fokussiert und zugleich noch stärker multilateral verankert. Gegen den Trend von Abschottung und Protektionismus hat sie mutig Stellung bezogen: Für mehr internationale Zusammenarbeit, nicht weniger. Sie hat den Eric-M.-Warburg-Preis mehr als verdient.“

Hier geht es zur Rede von Außenministerin Chrystia Freeland

Hier geht es zur Laudatio von Bundesaußenminister Heiko Maas

MEHR ERFAHREN

Lesen Sie auch diese Artikel

30.10.2026

Neues IW-Paper: Trumps Wirtschaftspolitik auf dem Prüfstand

Anlässlich der US-Zwischenwahlen am 3. November untersucht das neue Paper des Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) von Daniel Muncaster, Thomas Obst und Samina Sultan die wirtschaftspolitische Bilanz von US-Präsident Donald Trump.
Mehr erfahren
15.10.2026

A City of Extremes, a Community that Shows Up

Unsere Alumna Iqra Adan berichtet in einem neuen Beitrag von ihren Eindrücken und Erkenntnissen aus der New Bridge to the U.S.-Reise. Lesen Sie, welche neuen Perspektiven sie aus Philadelphia mitnimmt.
Mehr erfahren
09.10.2026

“Xi has preferred relying on external demand for China’s expanding manufacturing base”

Brad Setser, Senior Fellow at the Council on Foreign Relations, elaborates on the reasons and consequences of the existential competition which German and European core industry sectors face vis-à-vis China.
Mehr erfahren